Nach Verzögerungen ist der Umbau an der Oststraße auf der Zielgeraden

Projekt in Oedt : Altenheim-Umbau ist bald fertig

Beim Großprojekt in Oedt gab es Verzögerungen. Leiter Bernd Spangenberg freut sich nun auf den Abschluss Ende Februar.

Ende Februar, so hofft Bernd Spangenberg, kann er, wie es so schön heißt, drei Kreuze machen: Der letzte Bauabschnitt zur Sanierung des Altenzentrums in Oedt an der Oststraße sollte dann abgeschlossen sein. Ein halbes Jahr später als zu Beginn der Maßnahme geplant. Die hatte 2015 begonnen. Die umfangreichen Sanierungen des Altenzentrums in Oedt hatte die Rheinische Gesellschaft für Hilfswerk und Innere Mission GmbH geplant.

Der erste Bauabschnitt, in dem die Küche aus dem Keller ins Erdgeschoss verlegt wurde, war im September 2016 beendet worden. Dort können seitdem bis zu 400 Mahlzeiten für die Bewohner in Oedt und der Dependance in Süchteln sowie Schulen und Kindergärten in Grefrath zubereitet werden. Gleichzeitig erhielt das Altenzentrum mit einer neuen Fluchttreppe seinen zweiten Rettungsweg. Direkt im Anschluss erfolgte dann der zweite Bauabschnitt.

Dieser betraf das Hauptgebäude zur Oststraße hin. Vom Dach bis zum Keller wurde von Grund auf in Technik und Struktur saniert. Dafür mussten auch die Bewohner, die dort ihre Zimmer hatten, umziehen. Und zwar zur Gartenseite. Nach dem Umbau konnten sie wieder zurück. Danach zogen dann die Bewohner der Gartenseite in die neuen Zimmer an der Straßenseite, damit dort die gleichen Arbeiten durchgeführt werden konnten. „Somit verfügen wir endlich für das Hauptgebäude über die vom Gesetzgeber bis zum Jahr 2018 geforderten 80 Prozent an Einzelzimmern“, ist Leiter Bernd Spangenberg zufrieden. Es gebe nun unter anderem zwölf Appartements. Und auch die verbliebenen Doppelzimmer seien saniert und die Nasszellen vergrößert worden.

34 ehemalige Bewohner waren nach Süchteln gezogen. Dort hatte das Altenzentrum auf dem Gelände der Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) eine Dependance errichtet. 2016 hatte das Zentrum die Anerkennung als geriatrische Fachklinik erhalten, als erste im Kreis Viersen, wie Spangenberg damals sagte.

Das bald leerstehende
Haus soll abgerissen werden

Das Umzugskarussell im Oedter Altenheim dreht sich noch weiter. Denn wenn Ende Februar die Arbeiten abgeschlossen sind, ziehen die Bewohner des Hauses am Weiher in die neuen Gartenzimmer im Hauptgebäude. Und das dann leerstehende Haus  aus dem Jahr 1959 wird noch in diesem Jahr abgerissen. Spangenberg: „Eine Sanierung hat sich dort nicht mehr gerechnet. Was mit der neu gewonnenen Fläche passieren soll, dafür gibt es noch keine Planung.“  Im Gespräch seien zwei Optionen. Die eine sehe einen eingeschossigen Bau für eine Tagespflege vor. „Die der Diakonie an der Lobbericher Straße in Grefrath steht arbeitsmäßig am Anschlag. Da würde die Tagespflege für Oedt Sinn machen“, so der Leiter des Altenzentrums. Auch beim Kreis Viersen sei das Interesse an dieser Lösung vorhanden. Die andere Option sei der Bau von seniorengerechneten Wohnungen durch einen Investor. „Wir haben schon 40 altengerechte Wohnungen auf dem Gelände. Und dort ist die Nachfrage groß“, sagt Spangenberg.

Das Oedter Altenzentrum, seine 111 Bewohner sowie die 175 Mitarbeiter haben in diesem Jahr aber noch einen Grund zu feiern: Es wird 50 Jahre alt. Und das soll im September mit einem Tag der offenen Tür gefeiert werden. Details dazu will Leiter Bernd Spangenberg noch mitteilen.

Mehr von Westdeutsche Zeitung