Mülhausen: Dauerlösung für Haltestellen in Sicht

Liebfrauenschule : Mülhausen: Dauerlösung für Haltestellen in Sicht

Die Situation an der Liebfrauenschule in Mülhausen soll entschärft werden. Durch eine Fahrbahnverengung soll mehr Platz für Busse und Schüler geschaffen werden.

An den Bushaltestellen an der Grefrather Straße ist immer was los – vor allem zu Beginn und Ende des Unterrichts an der Liebfrauenschule. Schon seit Jahren kommt es wegen der Menge an Schülern immer wieder zu gefährlichen Situationen. Als dort Ende 2015 zwei Schüler bei einem Unfall verletzt worden waren, wurde einige Monate später eine Maßnahme umgesetzt, um die Lage zu entschärfen: Aus den beiden Links- und Rechtsabbiegespuren in Richtung Kempen bzw. Oedt  wurde eine.   Rot-weiße Baken sorgen seitdem für die Verkehrslenkung. Nun soll dieses Provisorium bald der Vergangenheit angehören. In der nächsten Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses am Montag, 16. September, wird die Gemeindeverwaltung eine dauerhafte Lösung für die Bushaltestellen präsentieren.

„Die  Fahrbahn von Grefrath aus in die Richtungen Kempen und Oedt soll verengt werden“, sagt Ordnungsamtsleiter Norbert Franken auf Anfrage der WZ. Es bliebe dann nur noch eine Spur an der Ampel übrig – so wie es schon jetzt durch das Provisorium ist. Nun werde dies „tiefbaumäßig umgesetzt“. Der dadurch gewonnene Platz soll laut Franken den Bushaltestellen zu Gute kommen. An beiden Seiten der Grefrather Straße sollen die Wartebereiche für die Schüler größer werden. Zudem sollen auch die Busse mehr Platz bekommen. „Wenn wir die Pläne so umsetzen, werden auf jeder Seite problemlos zwei Busse hintereinander halten können“, so Franken. Aus Sicht der Gemeinde erhöhen diese Maßnahmen die Sicherheit immens.

Ebenso vorgesehen ist eine Verbesserung des Services an den Bushaltestellen. Im Ausschuss wird Franken einen Plan vorstellen, der auch neue Wartehäuschen vorsieht. Zudem sei eine „komplette Barrierefreiheit“ geplant. Neben Führungsstreifen für Sehbehinderte auf dem Asphalt seien die neuen Haltestellen auch für Rollstuhlfahrer passierbar.

Ausschuss muss der
Finanzierung noch zustimmen

Um diese aufwendigen Pläne realisieren zu können, muss die Gemeinde allerdings mit Blick auf die Kosten noch auf Zustimmung aus der Politik warten. Diese soll es im Ausschuss am kommenden Montag geben.

Bereits im März 2018 war ein entsprechender Förderantrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit mit „durchgreifenden Umbaumaßnahmen“ gestellt worden, wie es in der Ausschussvorlage heißt. Die Gemeinde hatte Kosten von 77 250 Euro – ohne Wartehallen – ermittelt und daher mit einer Förderung von 95 Prozent gerechnet.  Weshalb ein Ingenieurbüro mit der Planung und einer konkreten Kostenrechnung beauftragt wurde. Diese kommt nun – auch wegen gestiegener Baukosten – auf eine weit höhere Summe: nämlich 140 000 Euro. Darin enthalten sind aber nun auch die schon erwähnten Wartehäuschen sowie „die Ausstattung der Bushaltestellen mit zwei Haltepunkten pro Fahrtrichtung“. Da aber die zuwendungsfähigen Baukosten bei 95 300 Euro gedeckelt sind, erhöht sich der Eigenanteil der Gemeinde von 3862,50 auf 46 800 Euro.

Um den barrierefreien Ausbau dennoch stemmen zu können, schlägt die Verwaltung vor, zunächst auf den barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen Umstraße (Grefrath) und Tönisvorster Straße (Oedt) zu verzichten, die ebenfalls bereits in der Planung sind. Hier würde der Eigenanteil der Gemeinde mindestens 45 360 Euro kosten, wie eine vorläufige Berechnung ergeben hat. Diese Summe, so der Vorschlag der Verwaltung, soll nun für die Haltestellen in Mülhausen eingesetzt werden, weil diese „sehr intensiv von den Schulkindern der Liebfrauenschule benutzt wird und ein hohes Gefahrenpotenzial darstellt“.

Mit einer Fertigstellung sei erst im Laufe des Jahres 2020 zu rechnen, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Die Ausschreibung sei noch nicht angelaufen. Nach den Vorgaben der Förderstelle müsse die Umsetzung der Maßnahme bis zum 31. Dezember 2020 erfolgen.

grefrath.de

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