Mittendrin im Nimmerland

Das Musical „Pan“ der Musicalschule „StageDream“ begeisterte am Wochenende die Zuschauer in der Albert-Mooren-Halle.

Oedt. Es herrscht Aufregung in Nimmerland, denn Peter und Tinkerbell sind verschwunden. „Die sind bestimmt schon wieder nach London geflogen, um Familie Darling zu beobachten“, glauben die Feen. Währenddessen gehen im Kinderzimmer von Wendy Darling und ihren Brüdern John und Michael mysteriöse Dinge vor sich. Das Musical „Pan - Abenteuer in Nimmerland“ begeisterte am Wochenende mit drei Vorstellungen die Zuschauer in der Albert-Mooren-Halle. 31 große und kleine Akteure, die am Young-Talent-Programm der Musicalschule „StageDream“ teilgenommen hatten, brachten mit Gesang, Tanz und Schauspiel den Broadway an den Niederrhein. Die Vorstellungen waren nahezu ausverkauft.

Mittendrin im Nimmerland

Im Mittelpunkt des Stücks steht natürlich Peter Pan (Lea Franken), der nie erwachsen werden will. Während seines Ausfluges nach London lernt er Wendy (Kathrin Marcon) und ihre Geschwister kennen und erzählt ihnen von seinem Zuhause in Nimmerland, einem Ort, an dem fantastische Dinge geschehen. „Immer geradeaus und am dritten Stern rechts bis zum Morgengrauen“, erklärt er den Weg.

Kurzerhand fliegen die drei Kinder mit Peter und der Fee Tinkerbell (Marie Nabbefeld) auf die Insel. Doch dort warten nicht nur Peters Gefährten, die „verlorenen Kinder“, zauberhafte Feen, Nixen und Indianer auf die Geschwister, sondern auch die furchterregenden Piraten mit ihrem Anführer Käpt’n Hook (Brigitte Leibauer), der Böses im Schilde führt.

Obwohl jedes Kind die Geschichte kennt, wurde sie doch neu und auf moderne Art interpretiert. Die verschiedenen Handlungsstränge zeichneten sich durch ausgefeilte Choreographien und beeindruckenden Live-Gesang aus. Für einige Lacher sorgten dabei nicht nur die frechen Sprüche von Peter oder die Eifersüchteleien von Tinkerbell, sondern auch die Tollpatschigkeit von Hook, der plötzlich gar nicht mehr so angsteinflößend schien. Auch durch das eindrucksvolle Bühnenbild mit Piratenschiff und einige Spezialeffekte wurden die Zuschauer von „Pan“ gemeinsam mit Wendy, John und Michael in eine andere Welt entführt. So flogen die Kinder durch einen schillernden Sternenhimmel, bei dem Leuchtanzüge zum Einsatz kamen. Beim Auftritt der Piratenbande stockte so manchem Zuschauer der Atem, als plötzlich Pyrotechnik gezündet wurde.

Wie viel Arbeit die Gründer von StageDream, David Goyens-Pick und Ruwen Goyens, die Schauspiel-Leiterin Ursula Nethen-Bodewitz und natürlich auch die Darsteller in das Musical gesteckt haben, ließ sich an den feinen Details, den synchronen Tänzen und beeindruckenden Gesangsdarbietungen erahnen. „Es steckt sehr viel Liebe darin“, weiß Michael Franken, Pressesprecher von StageDream. „Zusätzlich haben auch viele Ehrenamtler dabei geholfen, dass alles so toll geworden ist.“ Am Ende besiegten Peter und seine Freunde den gefährlichen Piratenchef und Wendy, John und Michael flogen wieder zurück nach Hause. Und obwohl Peter nicht in der Menschenwelt bleiben wollte, war es doch kein Abschied für immer: „Seid wild, mutig und stark, dann wird Peter Pan immer in euren Herzen bleiben.“