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Grefrath: Mit Hexen und Räubern durchs Museum

Grefrath : Mit Hexen und Räubern durchs Museum

Die Grefrather Fantasy-Autorin A. E. Eiserlo hat in einem gemeinsamen Projekt mit Kevin Gröwig vom Niederrheinischen Freilichtmuseum ein neues Buch für Kinder geschrieben. Über eine magische Nacht.

Grefrath. Der magische „Besen-Express“ hat geliefert. Pünktlich. Fünf Tage vor der Walpurgisnacht in Grefrath lagen 500 Exemplare des Buches „Hexen, Räuber, wilde Biester!“ an der Pforte der Dorenburg. So weit, so halbwahr.

Grefrath: Mit Hexen und Räubern durchs Museum
Foto: Reimann

Sicher aber ist: Kevin Gröwig kann wieder gut schlafen. Der Druck ist gut. Vollständig. Alles, wie geplant. Die magische Nacht im Museum kann anbrechen. Ihr Drehbuch ist schon da. Und eine Gänsehaut-Dosis Grusel garantiert.

Grefrath: Mit Hexen und Räubern durchs Museum
Foto: Ree

Derart erleichtert, strahlen der stellvertretende Leiter des Niederrheinischen Freilichtmuseums und die Grefratherin A. E. Eiserlo um die Wette. Die Freude über ihr gemeinsames Projekt ist beiden anzusehen. Die Vorfreude auf Reaktionen der Leser auf diese neue Begleitlektüre durchs Museum ebenso.

Erzählt wird die Geschichte von Sarah und ihren beiden Brüdern, die am Abend der Walpurgisnacht auf dem Museumsgelände auf zahlreiche Phänomene aus der Welt des Aberglaubens und der Fabelwesen treffen. Es geht um Abwehrzauber. Zentauren tauchen auf. Und ein Einhorn, das an Statur sehr an die Kaltblüter des Museums erinnert.

Eiserlo hat sich in Fantasy-Kreisen einen Namen als Autorin gemacht. Nun hat sie eine neue Geschichte „mit kleinem Gruseleffekt“ für Kinder und Jugendliche mitten in ihren Heimatort platziert.

„Ich gehe hier ganz versponnen durch“, sagt sie und schwärmt vom Museumsgelände mit seiner weißen Dorenburg, als sie und Gröwig das Buch vorstellen. In jedem Winkel werden Figuren aus dem Buch lebendig.

Den imposanten Vorlesesessel haben sie und Gröwig direkt vor den mindestens genauso beeindruckenden Kamin in der Küche der Dorenburg geschoben, um dort - an Spielort und -stelle — erleben zu lassen, wie die Lesekapitel und die Original-Schauplätze rundherum miteinander verschmelzen. Den gezeichneten Lageplan des Geländes kann jeder ablaufen, wenn die Geschichte gelesen ist. Oder schlendern und gleichzeitig lesen.

Sicher ist: In der Spannung steckt viel Wissen, das die Kinder aufnehmen, während sie sich beispielsweise Gedanken um das Kachelkreuz im Kamin der Dorenburg-Küche machen. Da wird nämlich erklärt, warum Petrus mit Schlüsseln abgebildet und warum er für Regenschauer verantwortlich gemacht wird.

Gröwig hat das wissenschaftliche Futter aus der Fachliteratur geliefert, A. E. Eiserlo es mit ihrer „zu jeder Zeit abrufbaren Fantasie“ umhüllt. „Unsere Zusammenarbeit war genial“, sagt die Grefratherin und schließt die Kreativität der Illustratorin Silvia Kilders aus Tönisvorst ein.

Dass nun 500 Bücher an der Museumskasse und ab Mai auch in der Grefrather Buchhandlung zum Verkauf ausliegen, ist dem Museumsverein Dorenburg zu verdanken, der das Projekt mitfinanziert hat. Allein mit Magie und Hexerei bekommt keine noch so gute Geschichte eine ISBN-Nummer.