Mensa: Nicht zufrieden mit Essenszahlen

Mensa: Nicht zufrieden mit Essenszahlen

Stadt und Politik gingen von mehr Nutzern aus.

Kempen. Die Nutzerzahlen der 1,7 Millionen Euro teuren Mensa im Schulzentrum sind sechs Monate nach dem Start nach Angaben der Verwaltung „noch ausbaufähig“. Im September wurden insgesamt 1874 Essen an Schüler von Martinschule, Thomaeum und Luise-von-Duesberg-Gymnasium ausgegeben, im Februar waren es 2255.

Diese Zahlen wurden auf Anfrage der Freien Wähler im Schulausschuss vorgestellt. „Bei 19 Schultagen im Februar sind das 119 Essen am Tag“, rechnete Heike Höltken (CDU) vor. Man sei aber im Vorfeld von höheren Nutzerzahlen ausgegangen.

„Die Umstellung des Systems hat viele Schüler abgehalten“, erklärte Hubert Kalla, Schulleiter der Martinschule. Gemeint ist das bargeldlose Bezahlen mit einer Chipkarte. Dafür müssen die Eltern Geld auf ein Konto einzahlen. Über das Internet werden dann die Mahlzeiten gebucht. Hinzu kämen Schwierigkeiten bei den Anträgen für die Förderung durch das Bildungs- und Teilhabepaket.

Kalla geht aber davon aus, dass die Zahlen steigen werden, wenn die Anfangsprobleme gelöst sind. Die Stadt hat im Februar einen Fragebogen ausgegeben, um herauszufinden, wie zufrieden die Schüler mit dem Mensaessen sind. Der Vertrag mit dem Caterer (Sauels Tönisberg) läuft ein Jahr. Dann wird neu ausgeschrieben.

Sehr gut angenommen wird die zweite Mensa in der Realschule. Dort verpflegen sich zwischen 300 und 350 Schüler an Tagen mit Nachmittagsunterricht, erklärte Schulleiter Uwe Hötter. ulli

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