Trauerfall : Manfred Baum ist tot

Der bekannte Grefrather und WZ-Mitarbeiter starb gestern im Alter von 71 Jahren.

Grefrath. Mit 71 Jahren ist Manfred Baum gestern unerwartet gestorben. Der gebürtige Grefrather hat sich in vielen Vereinen engagiert, hat den Karneval der Niersgemeinde jahrzehntelang vorangetrieben, war den Schützen sehr verbunden und hat sich auch um den Erhalt des Grefrather Platts bemüht. So hat er vor acht Jahren das Büchlein „Jriierische Köpp querbeet herausgebracht“. Auch war er einige Jahre Mitglied der Grefrather SPD und einige Jahre Ratsmitglied für diese Partei. Manfred Baum war fast 50 Jahre mit seiner Frau Maria verheiratet. Er hinterlässt zwei Töchter und sieben Enkelkinder.

Manfred Baum hat nach der Volksschule in Grefrath eine Verwaltungsausbildung in Aachen gemacht, in der Bundeswehrverwaltung — davon auch vier Jahre in Belgien — und zuletzt beim Kreiswehrersatzamt in Mönchengladbach gearbeitet.

Jahrzehnte war der Verstorbene Geschäftsführer und auch zwei Jahre Vorsitzender beim Sportverein Grefrath; er war Vorsitzender beim Gemeindesportverband und der Awo, um nur einige seiner Ämter in Grefrather Vereinen zu nennen. Mit viel Freude hat Manfred Baum als Schiedsrichter im Fußball gearbeitet.

Aber: „Die Zeitung war sein Leben“, wie er oft sagte. Seit dem Ende der 1970er Jahre hat er für die Westdeutsche Zeitung geschrieben, von Menschen, Ereignissen und vom Geschehen der Politik berichtet. Zuletzt hatte Manfred Baum deutschlandweit Aufmerksamkeit erlangt, als er sich für eine Beerdigung zusammen mit der Asche eines verstorbenen Haustiers in Sarg oder Urne eingesetzt hat. Mit Erfolg: 2016 war St. Benedikt als Träger des Friedhofs St. Heinrich die erste katholische Kirchengemeinde, die dies erlaubt. Es war Manfred Baums Wunsch mit seinem bereits verstorbenen Hund beerdigt zu werden. Wann die Trauerfeier sein wird, ist noch nicht bekannt. Lee