Tolle Show am Luise-von-Duesberg-Gymnasium in Kempen LvD nimmt mit „Kulturpunkt“ Abschied von Hausmeister Siggi

Kempen · . (b-r) Dieser „Kulturpunkt“ am Luise-von-Duesberg-Gymnasium in Kempen war ein außergewöhnlicher. Unter dem Motto „Nach einem Traum“ erwiesen 150 Akteure aus der Schülerschaft und dem Kollegium über fast drei Stunden lang einem besonderen Mann des Gymnasiums ihre Ehre: Siggi Waldeck.

Ein tolles Programm präsentierten Schüler und Lehrer auf der Bühne des Luise-von-Duesberg-Gymnasiums.

Ein tolles Programm präsentierten Schüler und Lehrer auf der Bühne des Luise-von-Duesberg-Gymnasiums.

Foto: Norbert Prümen

30 Jahre lang hat er seinen Dienst als Hausmeister an der Schule getan – nun geht er in Rente. „Siggi ist traumhaft“, sagte Schulleiter Benedict Waerder. Daher das traumhafte Motto.

Der „Kulturpunkt“ hatte sich in zwei Jahren als eine Art Talentshow für alle etabliert, als die Corona-Pandemie ihn vorübergehend unmöglich machte. Alle Musikgruppen und Arbeitsgemeinschaften, der Literaturkurs und alle Lehrer haben die Möglichkeit, sich mit einem Sketch, einer Tanz-, Akrobatik- oder Musikaufführung zu beteiligen.

Roter Faden des Abends war Siggi: So machte ihm der Unterstufenchor unter der Leitung von Stefan Lindner einen Vorschlag für die Zeit nach der Rente und sang: „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“. Die „Fünf Phasen der Trauer“ nach Rübler-Ross wurden erklärt – durchaus ernsthaft. Doch die jeweiligen Phasen wie Verdrängung über Wut bis zu Akzeptanz setzten Schulleiter Waerder und sein Stellvertreter Thorsten Terschlüsen in kleinen amüsanten Sketchen in Szene. Die Mitglieder der Zirkus-AG hatten in der Turnhalle ein Video gedreht, in dem „Siggi“ als Superman in allen Situationen zu Hilfe von beim Sport Verletzten eilt und dabei auch schon mal einen Salto schlägt.

Humorvolle Überlegungen über Richard Wagners Oper Siegfried durften natürlich nicht fehlen. Die Rocking Teenage Combo intonierte „Hausmeister Kaczmarek“, die United Horns dichteten „Get it on“ um und baten „Geh nicht nach Hause“. Vor dem Finale wurden Packungen mit Papiertaschentüchern ins Publikum geworfen. Die hätte Siggi Waldeck schon früher gebrauchen können: „Ich bin sehr gerührt“, sagte er in der Pause. „Ich hab erst ganz kurz vor der Aufführung erfahren, worum es geht.“ Sein Nachfolger Mustafa Akçeșme war auch da und konnte sich schon einmal die Fußstapfen vorstellen, die auszufüllen er angetreten ist. Gespickt mit Insider-Witzen über Schulpolitik, Schulsanierung, den Abbau von Pavillons und vieles andere war es ein Programm, das von Schülern und Lehrern für Schüler, Lehrer und Eltern gemacht und gedacht war und mit Begeisterung aufgenommen wurde. Als dann am Freitagabend „Siggi“ am Ende der Vorstellung mit den 150 Akteuren auf der Bühne stand, hielt es die Gäste nicht mehr auf den Stühlen. Sie zeigten ihm mit donnerndem Applaus erneut ihre Sympathie.

(b-r)