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Grefrath: Lobbericher Straße: Rohbau steht

Grefrath : Lobbericher Straße: Rohbau steht

Die 16 barrierefreien Wohnungen sind bereits verkauft. Im Erdgeschoss wird bald Tagespflege für Ältere angeboten.

Grefrath. Der Rohbau steht. Am Mittwoch wurde an der Lobbericher Straße Richtfest gefeiert. Auf dem Areal der ehemaligen Aral-Tankstelle und dem daneben liegenden Gebäude der früheren Bau-Firma P.H. Schmitz lassen die Viersener Investoren Jens und Hans Wilhelm Janissen ein Haus mit 16 seniorengerechten Wohnungen und einer Tagespflegestation errichten.

Grefrath: Lobbericher Straße: Rohbau steht
Foto: Kurt Lübke

Bevor Zimmermann Klaus Scholz den Richtspruch verkündete, begrüßte Jens Janissen die Gäste und freute sich, dass bisher alles so gut gelaufen sei. Für die Investoren ist es eine Premiere: Schon zum Richtfest sind alle Wohnungen verkauft — für ihn ein Beleg dafür, dass man einiges richtig gemacht habe. „Schon seit zehn Jahren ist Bauen für Ältere unser Thema“, so Janissen.

Rund 20 Firmen vor allem aus dem Kreis Viersen haben acht Monate lang an dem Bau gearbeitet. Im August hatten die Arbeiten mit dem Abriss der Tankstelle und dem daneben liegenden Gebäude begonnen. Die seniorengerechten Wohnungen haben eine Größe von etwa 55 bis 100 Quadratmetern und verfügen über Balkon oder Terrasse mit oder ohne Gartenanteil. Die Penthouse-Wohnungen im Obergeschoss haben Dachterrassen. Das Haus erhält einen stufenlosen Zugang und einen Aufzug. Angrenzend an das Haus entsteht an der Rückseite eine Grünfläche. Im hinteren Bereich des Areals werden Garagen und Parkplätze eingerichtet — auch für Besucher.

Viele der künftigen Bewohner seien Grefrather, so Hans Wilhelm Janissen. Der größere Teil der Käufer sei Eigennutzer. Einige seien auch von Anlegern gekauft worden und werden nun vermietet. Das gilt auch für die Fläche im Erdgeschoss, die in Zukunft von der Diakonie angemietet wird.

Es habe lange gedauert, doch nun könne man endlich auch in Grefrath eine Tagespflegestation aufbauen, freute sich Barbara Kleinheyer von der Diakonie gestern beim Richtfest: „Wir sind stolz und froh, dass wir das endlich geschafft haben.“ Am 1. November soll die Betreuung losgehen. Seit 2006 hat die Diakonie in Grefrath Erfahrung mit der Betreuung. In Oedt gibt es bereits Gruppen. Und der Bedarf wachse.

14 Tagespflegeplätze werden dann an der Lobbericher Straße eingerichtet. Erste Anmeldungen gibt es auch schon. Neben einem großen Aufenthaltsraum mit Terrasse werden eine Küche, ein barrierefreies Bad mit Dusche, ein Therapieraum und ein Ruheraum zur Verfügung stehen. Für die Besucher wird ein Fahrdienst eingerichtet. Das Essen wird vom Altenzentrum Oedt geliefert. „Geöffnet wird so ungefähr von 8 bis 17 Uhr“, sagt Barbara Kleinheyer — die genauen Planungen laufen zurzeit. Wie genau der Alltag aussehen wird, soll dann auch von den Möglichkeiten der Besucher abhängen. Die Tage werden themenbezogen gestaltet. Leiterin wird Monika Nentwig-Nolden, die sich auch schon auf ein Miteinander mit den Nachbarn im Haus freut.

Die zukünftigen Bewohner nutzten das gesellige Beisammensein beim Richtfest, um erste Kontakte zu den späteren Nachbarn zu knüpfen. Jetzt beginnt für sie die heiße Phase. Denn der Innenausbau steht nun an. Schon im Dezember 2014 haben sich Bernhard und Margret Sanders entschlossen, ihr Haus gegen eine zentrumsnahe barrierefreie Wohnung in Grefrath einzutauschen. Die Idee gefiel auch Irmgard Seibt, die nun ebenfalls an die Lobbericher Straße ziehen will. Ihre Kinder seien aus dem Haus — und neben dem Beruf sei es schwierig auch noch ein großes Haus zu pflegen.

Die Bewohner schätzen auch die zentrale Lage. Die Hohe Straße ist nicht weit.