Lobberich: Etappe Richtfest gemeistert

Lobberich: Etappe Richtfest gemeistert

Die Arbeiten auf dem ehemaligen Suthor-Gelände gehen gut voran. Es gibt schon reges Interesse an den Wohnungen.

Lobberich. In luftiger Höhe schmetterte Zimmermann Hans Wolters auf Lobberichs größter Baustelle den Richtspruch, lobte den Planer, ließ den Bauherrn hoch leben und rief: "Das ehrwürdige Handwerk möge leben und gedeihen!" Danach war ihm der Beifall von gut drei Dutzend Handwerkern, von Architekten, Ingenieuren und Bauherren sicher. Zehn Jahre nach dem Bau des Rathauses am Doerkesplatz ist es das größte Bauobjekt mitten im Zentrum des größten Nettetaler Stadtteils.

Ortsvorsteher Harald Post lobte die Bauherren: "Es ist mutig, in dieser Zeit ein solches Großprojekt anzugehen. Das spricht für unseren heimischen Mittelstand. Ihnen, der Familie Stobbe-Suthor, dafür Dank und Anerkennung."

Der Lobbericher Architekt Klaus Ketels verwies auf den Slogan am Bauschild: "Genial zentral- wohnen mit Zukunft mitten in der Stadt." Die Bauherren Ralf, Maria und Horst Stobbe wiesen darauf hin, dass viele Nettetaler Handwerker Aufträge bekamen. "Als Nettetaler Unternehmern liegt uns die Stärkung des heimischen Handwerks am Herzen", sagte Ralf Stobbe.

1987 war die Firma Suthor, die vor allem Fan-Artikel aus Papier für sportliche Großereignisse herstellt, ins Gewerbegebiet Heidenfeld-Ost an die van-der-Upwich-Straße umgezogen. Schon vor 20 Jahren wurde das Projekt konzipiert. Aber die Grundstücksverhandlungen mit sechs Parteien erwiesen sich als schwierig.

Vor einem Jahr konnte der Bauantrag für das Wohn- und Geschäftshaus mit 12000Kubikmetern umbauten Raumes eingereicht werden. "Ich habe nicht mehr an die Verwirklichung geglaubt", gestand Architekt Ketels.

Im März 2008 wurde mit dem Abriss der 150 Jahre alte Suthor-Fabrik zwischen Hochstraße und Stöppken begonnen, um Platz für den Bau von 15 barrierefreien Wohnungen zu schaffen.

Ralf Stobbe bestätigte "reges Interesse" an den barrierefreien Wohnungen im Zentrum: "Erste Verträge sind unterschriftsreif." Interesse gebe es auch an den Ladenlokalen. Die Branche verrät er (noch) nicht, aber "es wird eine Bereichung für die Innenstadt Lobberichs".

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