Lobberich: Eine Mensa für 800 000 Euro

Lobberich: Eine Mensa für 800 000 Euro

Die alte Turnhalle weicht einem Neubau. Er bietet auch Platz für zwei schalldichte Musikräume.

Lobberich. Am ersten Tag der Sommerferien, am 2.Juli, werden Bagger am Werner-Jaeger-Gymnasium anrollen und die alte Turnhalle abreißen. Statt der alten 400-Quadratmeter-Halle wird ein Gebäude mit 270 Quadratmetern entstehen: die Mensa. Die Pläne dazu stellten am Montag Nettetals Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche, der Lobbericher Architekt Klaus Ketels und Rudolf Ucher vom Nette-Betrieb vor.

"Abriss und Neubau sind ökonomisch-energiewirtschaftlich das Allerbeste", erklärte Fritzsche das Vorgehen. So bekommt das Gymnasium die Chance auf eine Mensa und Cafeteria auf 180 Quadratmetern mit 120 Sitzplätzen. Dazu kommen Spül- und Kaffeeküche sowie Lagerraum. Die Mensa wird teilbar, so dass nach dem Essen - im Zwei-Schichten-Betrieb - ein Aufenthaltsbereich für Schüler entsteht.

Doch das ist noch nicht alles. Architekt Ketels nutzt den leichten Höhenunterschied des Geländes aus, so dass im Souterrain zwei schalldichte Musikräume mit jeweils 63 Quadratmetern, ein Instrumenten- und ein Besprechungsraum entstehen.

Der Vorteil des separaten Gebäudes ist, dass außerhalb der Unterrichtszeiten beispielsweise Musikschulen die Räume nutzen können, so Fritzsche. Das große Schulgebäude braucht dann nicht mehr geöffnet, beleuchtet und beheizt zu werden. Fritzsche: "Das spart Energiekosten."

Die Essens-Anlieferung kann von der Straße An den Sportplätzen aus erfolgen. "Der Schulbetrieb wird dadurch nicht gestört", sagt Fritzsche. Dass die Musikräume aus dem Hauptgebäude in den freistehenden Neubau verlegt werden, sei von Vorteil. Fritzsche zitierte dazu Wilhelm Busch: "Musik wird störend oft empfunden, weil sie stets mit Lärm verbunden."

Architekt Klaus Ketels erläuterte, dass sich der Neubau architektonisch anpasst. So erhält die Mensa ein begrüntes Pultdach. Die Außenwände werden verklinkert und dem schon vorhandenen Klinker angepasst. Der Haupteingang zum Gymnasium verläuft zwischen Werner-Jaeger-Halle und der Mensa.

Wann mit den Arbeiten für den Neubau begonnen wird, müssen die Ausschreibungen ergeben. Spätestens bis 1.August 2010 soll die Mensa fertig sein. Dann können die Schüler dort essen, arbeiten und musizieren. Fritzsche: "Ein längst überfälliger Schritt."