Lobberich: Ein Lesebuch für jedermann

Lobberich: Ein Lesebuch für jedermann

Vorstellung: Um Werner Jaeger, den bedeutendsten Sohn Lobberichs, geht es in einem gerade erschienenen Werk.

Lobberich. Auf den Spuren von Werner Jaeger, einem herausragenden Altphilologen des 20. Jahrhunderts und dem bedeutendsten Sohn Lobberichs: Wie spannend das war, davon berichteten die Herausgeber Manfred Meis und Theo Optendrenk am Donnerstagabend- natürlich in der Werner-Jaeger-Halle-, als sie nach dreijähriger Arbeit das neue Buch "Werner Jaeger" vorstellten.

Verleger Hans K. Matussek befand, es sei "eigentlich ungeheuerlich", dass ein Buch über den klassischen Philologen, Philosophen, Theologen und Pädagogen Werner Jaeger (1888-1961) "jetzt erst erscheint". Es hätte schon vor Jahrzehnten erscheinen sollen.

Werner Jaeger - ein Name, den durch das gleichnamige Gymnasium und das benachbarte Theater in Nettetal wohl jeder kennen dürfte, aber von dem kaum jemand viel weiß. Das soll sich ändern. So stellte Meis heraus, zwar sei "wissenschaftliche Genauigkeit oberstes Gebot" gewesen, entstanden sei trotzdem "ein Lesebuch für jedermann". Ein Urteil über das Buch gebe es bereits, so Meis. Es stamme von seiner Ehefrau Marliese: "Hier wird ein Mann großen Geistes auch menschlich nähergebracht".

Jaeger stehe mit den Humanisten Erasmus von Rotterdam und Wilhelm Humboldt in einer Reihe, unterstrich Optendrenk: "Er ist eine Persönlichkeit, die man mit gutem Recht als charismatisch bezeichnen kann." Zur Buch-Vorstellung gab es Musik vom Orchester am Werner-Jaeger-Gymnasiums.

Die in sich abgeschlossenen Aufsätze des Buches sind Erst-Veröffentlichungen. Neben dem Journalisten Meis und dem evangelischen Pfarrer Matthias Engelke liefern die Pädagogen Optendrenk, Karl Hans van Ditzhuysen, Klaus Hubatsch und Hans Jakob Pauly, pensionierter Leiter des Werner-Jaeger-Gymnasiums, weitere Beiträge.

Das Buch gliedert sich in die Themen "Leben" sowie "Werk und Wirken". Im Anhang sind Werner Jaegers Aufzeichnungen über seine Jugend in Lobberich und seine Rede vor Schülern des damaligen Pro-Gymnasiums dokumentiert. Mit-Verleger Fabian Mattusek gestaltete das Buch mit vielen Fotos und Abbildungen.

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