Leuth: Fuchs zieht sich zurück, Wildschwein kommt

Jagdgenossenschaft: In Leuth lässt die Vielfalt der Tiere im Revier nach.

Leuth. Das Verhältnis zwischen Verpächtern (Bauern und Gärtnern) und Pächtern (Jägern) - sie kommen aus Lobberich und Arcen - sei in Leuth sehr gut, sagte Hans-Willi Heinen, Vorsitzender der Jagdgenossenschaft Leuth. Deshalb sollen auch die Verträge mit ihnen verlängert werden. Im Mittelpunkt der jüngsten Versammlung standen die Probleme von Jägern und Landwirten.

"Das Revier ist durch das Rohrdommelprojekt ärmer geworden", sagte Pächter Alois Hüpen aus Lobberich. "Bäume und Sträucher wurden gerodet, das Gelände unter Wasser gesetzt. Wild, wie Hasen und Rehe haben ihren Schutzraum verloren." Die Jagd sei dort auf Füchse und Nutrias beschränkt, die auf Wasservögel sei verboten. Weshalb immer größere Schwärme Enten und Graugänse einfielen.

Auf Bitten der Naturschützer habe er, so Hüpen, entlang der Nette 70Nutrias gejagt. Der Vorstand wurde gebeten, er möge mit der Stadt Nettetal, die die Flächen für das Rohrdommelprojekt zur Verfügung gestellt hat, wegen Reduzierung oder Herausnahme der Flächen aus dem Jagdbezirk verhandeln.

Von bis zu 20 Fuchsbauten im Jagdrevier hatten Bauern und Waldbesitzer Geschäftsführer Gerd Dellen informiert. Vor zwei Jahren seien noch 80 Füchse in Leuth erlegt worden, berichteten die beiden Jagdpächter. 2009 waren es 30 Füchse.

Inzwischen geht auch bei den Leuther Bauern die Furcht vor Wildschweinen um. "In Kaldenkirchen und Schaag sind sie schon. Es ist eine Frage der Zeit, wann die ersten eine Lücke in der Autobahn 61 gefunden haben", sagte Hüpen. "Dann haben auch wir die Schweinerei."

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