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„Late Night Shopping“ lief eher schleppend

„Late Night Shopping“ lief eher schleppend

Geschäftsleute in der Altstadt sind enttäuscht.

Kempen. Ob es wohl am kalten, regnerischen Wetter lag? Nicht gerade üppig besucht war das „Late Night Shopping“, zu dem mehrere Straßengemeinschaften am Freitagabend in die Altstadt eingeladen hatten. „Eine echte Enttäuschung“ sei das, sagten einige Geschäftsleute unabhängig voneinander.

Die Ellenstraße erstrahlte mancherorts zwar im Kerzenlicht-Glanz, doch längst nicht alle Läden waren — wie angekündigt — bis 22 Uhr verkaufsoffen. Da konnte einem das Gitarren-Duo „Die Quietschboyz“ leid tun, das mit großer Hingabe sein umfangreiches Repertoire fast ohne Publikum zum Besten gab.

Mehr Zuhörer hatte die Kempener Blues-Coverband „Daydream“ auf der Judenstraße. Doch auch dort beteiligten sich nicht alle Geschäfte an der Aktion, was einem Shopping-Flickenteppich glich. Am Grill vor der Fleischerei Fander wendete der Sohn des Hauses Würstchen, die aber mangels Kundschaft kaum Abnehmer fanden. Um 19.45 Uhr schob eine Modeladen-Mitarbeiterin die erste Kleiderstange von der Straße ins Geschäft und schloss die Tür.

Der Studentenacker fungierte als Durchgangsweg und war entsprechend belebt. Wer von dort auf die Peterstraße abbog, wurde nicht enttäuscht: Nicht zuletzt der gastronomischen Vielfalt wegen tummelte sich dort noch die meisten Leute.

„Mauli’s“-Wirt Christoph Wefers konnte sich gut besuchte Stehtische vor seiner Kneipe freuen. Vis à vis spielte die Grefrather Blues-Combo „The Breeze Brothers“ auf und sorgte für gute Stimmung. kr