Künstlersymposium: Ein Atelier für acht Künstler

Künstlersymposium: Ein Atelier für acht Künstler

Zum zehnten Mal findet das Internationale Künstlersymposium statt. Die Initiatorin Barbara Schmitz-Becker lädt für Sonntag zum „Tag der offenen Tür“ in Leuth ein.

Leuth. Alles im Wandel, alles im Fluss: „Die Veränderungen sind spürbar, bei den Künstlern wie bei den Werken“, meint Barbara Schmitz-Becker. Da werden aus Klebstoff-Knubbeln skurrile Bilder, da kreiert ein Fotograf hölzerne Installationen. Typisch eben fürs Internationale Künstlersymposium im Atelier Busch 8, zu dem das Ehepaar Barbara und Klaus Schmitz-Becker zum zehnten Mal eingeladen haben.

„Es ist ein Netzwerk entstanden, von hier im Westen bis zum Osten in Europa, unser Symposium zieht Kreise“, resümiert Barbara Schmitz-Becker. Jährlich treffen sich für rund zehn Tage Künstler aus verschiedenen Ländern in Leuth-Busch, arbeiten, wohnen, leben zusammen. Bringen ihre Vorstellungen mit, lassen sich inspirieren von Atelier, Garten sowie von den Kollegen — setzen zumeist dann völlig neue, frische Ideen um. Und wieder daheim, tauschen sie sich dort mit anderen Kollegen aus.

Barbara Schmitz-Becker, Initiatorin Internationales Künstlersymposium

„Diesmal sind Künstler dabei, die schon öfter hier waren, sie stehen für die Kontinuität des Projekts. Manche haben ihre Werke auch dem Atelier überlassen“, erläutert die Gastgeberin. Richard Vodicka aus Tschechien etwa, der mit seiner Fotokunst das Symposium die Jahre über ebenso bereicherte wie jetzt mit schwebenden Hölzern im Garten unter dem Motto „Balance“. Oder Gaby Baltha aus Krefeld, die einerseits für die Dokumentation der Symposien sorgte, andererseits diesmal Klebstoffreste bildlich neu interpretiert.

Wie sie werkeln, was sie aushecken, all das können Besucher Sonntag im Atelier miterleben — und die Ergebnisse in der Herbst-Ausstellung im Atelier Busch 8 bestaunen. Diese zehn Jahre sind für Barbara Schmitz-Becker auch Anlass für eine persönliche Bilanz: „Vor zehn Jahren haben wir das Atelier eröffnet, durch die Symposien sind Freundschaften mit anderen Künstlern entstanden.“

Sie selbst sei durch den Austausch „freier geworden“ in ihrer Ausrichtung — von der Keramikerin zu einer Künstlerin, die sich entfaltet, die über Natur forscht und mit Naturmaterialien Kreatives entwickelt.

Weiter voran bringen will sie auch das Symposium: „Wir wollen nächstes Jahr größer werden, vielleicht einige jüngere Künstler — auch hier aus der Region — dazu nehmen.“ Das alles nach dem Motto „panta rei“ — alles im Wandel, alles im Fluss.