Brennende Mülltonnnen und Böller im Rohr Polizei zieht Bilanz nach Silvester

Kreis Viersen · Laut Polizei war die Silvesternacht im Kreis Viersen „eher ruhig“. Insgesamt zählten die Einsatzkräfte zwischen dem Silvesterabend und dem Neujahrsmorgen 116 Einsätze.

Viele Einsätze hatte die Polizei schon seit dem Verkaufsstart für Feuerwerk am 28. Dezember.

Viele Einsätze hatte die Polizei schon seit dem Verkaufsstart für Feuerwerk am 28. Dezember.

Foto: dpa/Fabian Strauch

(biro) Im Vergleich zu anderen Jahren ist die Silvesternacht im Kreis Viersen aus polizeilicher Sicht „eher ruhig“ verlaufen. Insgesamt gab es zwischen 18 Uhr am 31. Dezember und 8 Uhr am 1. Januar 116 Einsätze. Viele Einsätze zählte die Polizei auch, weil Menschen unsachgemäß mit Feuerwerkskörpern hantierten, etwa schon vor Silvester Feuerwerk zündeten oder Böller unter ein Auto warfen. Seit dem Verkaufsstart am 28. Dezember gab es dabei 53 Einsätze – den ersten schon am 28. Dezember kurz nach 8 Uhr.

Streitigkeiten bewegten sich in der Silvesternacht „im selben Rahmen wie an einem normalen Wochenende“, wie die Polizei mitteilte – „teilweise ausgelöst dadurch, dass man sich in so einer Nacht eben auf der Straße trifft“. So sei kurz nach Mitternacht ein Nachbarschaftsstreit in Schwalmtal-Amern eskaliert: Zunächst warf die eine Seite Böller unter das Auto der anderen, am Ende gab es einen verletzten 30-Jährigen.

Zu Bränden wurden Feuerwehr und Polizei häufiger gerufen. Gleich der erste Einsatz gegen 20 Uhr am Hohen Busch in Viersen entpuppte sich aber nicht als Löscheinsatz: Ein Anrufer hatte Feuerschein gesehen, tatsächlich hatten sich aber Feiernde entschlossen, den Abend nicht mit Fondue oder Raclette zu verbringen, sondern zu grillen.

Insgesamt gab es im Kreis zwölf Einsätze mit dem Stichwort „Brand“ in der Silvesternacht. Zumeist handelte es sich laut Polizei um brennende Mülltonnen. An der Straße Haag in Kempen-Tönisberg wurden gegen 1 Uhr nachts vier brennende Mülltonnen gemeldet, drei davon verbrannten komplett. Laut Feuerwehr gelang es Anwohnern, das Feuer mit Hilfe eines Gartenschlauchs unter Kontrolle zu halten, bis die Wehr eintraf, und so ein Übergreifen auf eine Hecke zu verhindern. In Viersen-Süchteln brannte zunächst eine Mülltonne, das Feuer griff auf ein Auto und schließlich auf ein Gebäude über. In Brüggen-Bracht warfen Unbekannte gegen 4.30 Uhr einen Böller in das nach außen führende Rohr einer Dunstabzugshaube, dadurch wurde das Haus verraucht.

(biro)
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