Kriminalität im Kreis Viersen Polizei warnt vor Einbrüchen an Weihnachten

Kreis Viersen · An Heiligabend zur Christmette und am ersten Weihnachtstag zu Oma? Einbrecher nutzen die Abwesenheit aus.

Terrassentüren und Fenster sollten nie „auf Kipp“ stehen, wenn man das Haus verlässt.

Terrassentüren und Fenster sollten nie „auf Kipp“ stehen, wenn man das Haus verlässt.

Foto: dpa/Philipp von Ditfurth

(biro) Die Polizei im Kreis Viersen warnt vor Einbrüchen an den Weihnachtstagen: „Während der Weihnachtszeit sind viele Menschen unterwegs oder besuchen ihre Familien, was dazu führen kann, dass Häuser und Wohnungen leer und ungesichert sind“, sagt Polizeisprecher Wolfgang Goertz. „Auch der Weg zur Kirche kann eine potenzielle Gelegenheit für Einbrecher sein, da sie wissen, dass viele Menschen zu dieser Zeit nicht zu Hause sind“, so Goertz.

In der Vergangenheit kam es im Kreisgebiet immer wieder zu Einbrüchen an den Weihnachtstagen. In Willich-Neersen beispielsweise drangen Unbekannte im vergangenen Jahr zwischen Freitag, 23. Dezember, und dem ersten Weihnachtstag, 25. Dezember, über die rückwärtige Terrassentür in ein Reihenhaus an der Schwalbenstraße ein. In St. Tönis gab es an Heiligabend einen Einbruch an der Krefelder Straße: Dort hebelten Einbrecher zwischen 18 und 22 Uhr die Terrassentür der Erdgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses auf, durchsuchte die Räume und stahlen Geld. In Viersen-Süchteln hebelten Unbekannte am ersten Weihnachtstag zwischen 14 und 23 Uhr die Haustür eines Reihenhauses an der Weberstraße auf und stahlen neben mehreren tausend Euro auch eine Nintendo Switch Spielekonsole. Die Polizei im Kreis Viersen rät deshalb, einige Maßnahmen zu ergreifen, um das Risiko eines Einbruchs zu mindern. An erster Stelle sei natürlich das Abschließen von Wohnungs- und Haustüren genannt, so Goertz, „nur Zuziehen reicht nicht aus.“

Während der Abwesenheit das Heim bewohnt erscheinen lassen

Ebenso sollten Bewohner darauf achten, keine Fenster „auf Kipp“ stehen zu lassen: Leicht gelangen Einbrecher sonst ins Haus. Zudem rät die Polizei, Türen und Fenster möglichst gut zu sichern und das Haus auch bei Abwesenheit bewohnt aussehen zu lassen. Dazu kann man beispielsweise Zeitschaltuhren zwischen Steckdose und Lampe nutzen, um diese in verschiedenen Räumen wechselnd einzusetzen. Zu einem guten Einbruchschutz gehören auch gute Nachbarn: Sie haben ein Auge auf das Nachbarhaus, sehen, wenn etwas nicht stimmt, Unbekannte ums Haus oder durch den Garten schleichen, hören, wenn eine Fensterscheibe klirrt. Deshalb rät die Polizei im Kreis Viersen auch dazu, die Nachbarn oder Freunde zu informieren, bevor man in Urlaub fährt. Dann nämlich können Nachbarn oder Freunde ein Auge aufs Haus haben, wenn die Bewohner nicht da sind. Eindringlich warnt Polizeisprecher Goertz davor, Meldungen über den Urlaub im Internet zu posten. Es sei wichtig, „keine Hinweise in den sozialen Medien oder anderen öffentlichen Plattformen zu hinterlassen“, so Goertz: „Einbrecher nutzen oft diese Informationen, um potenzielle Ziele ausfindig zu machen.“

(biro)
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