Kreis Viersen Dauerregen sorgt vielerorts für Wasser im Keller

Kreis Viersen · Durch die anhaltenden Regenfälle sind die Böden gesättigt und können kein Wasser mehr aufnehmen. Keller laufen voll. Nicht immer kann die Feuerwehr helfen.

Der Kreis Viersen rät im ersten Schritt zur Selbsthilfe: Wasser mit Eimern abschöpfen oder mit einem Wischer aufnehmen.

Der Kreis Viersen rät im ersten Schritt zur Selbsthilfe: Wasser mit Eimern abschöpfen oder mit einem Wischer aufnehmen.

Foto: dpa/Roberto Pfeil

(biro) Die anhaltenden Regenfälle sorgen aktuell auch im Kreis Viersen dafür, dass so mancher Keller plötzlich unter Wasser steht. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger meldeten sich bei ihrer Stadt oder Gemeinde oder bei der Kreisleitstelle der Feuerwehr, weil sie Wasser im Keller hätten, teilte der Kreis Viersen am Freitag mit.

„Vielerorts kommt es zurzeit dazu, dass sich Wasser durch Bodenplatten oder auch Wände im Keller drückt. Der Grund hierfür ist, dass die Böden durch die starken Regenfälle in den letzten Tagen und Wochen mit Wasser gesättigt sind und somit kein Wasser mehr aufnehmen können. Auch Retentionsflächen, Äcker und Grünflächen können kein Wasser mehr aufnehmen. Am Niederrhein sind nach hydrologischen Aussagen die Böden bis in eine Tiefe von circa 1,5 bis 2 Meter gesättigt“, beschreibt Kreisbrandmeister Rainer Höckels die Lage.

Konkrete Schwerpunktgebiete gibt es Höckels zufolge nicht. Wasser im Keller gebe es verteilt überall im Kreis Viersen, „nicht unbedingt nur dort, wo Flüsse oder Seen sind.“ Hauseigentümern empfiehlt er deshalb, in diesen Tagen häufiger in den Keller zu gehen und nach dem Rechten zu schauen. Selbsthilfe sei der erste Schritt bei Wasser im Keller, heißt es vom Kreis Viersen, etwa indem man das Wasser mit Eimern abschöpft oder mit einem Wischer aufnimmt. Doch Vorsicht: „Je nach Wasserstand im Keller besteht zum einen die Gefahr des Ertrinkens, zum anderen aber auch die Gefahr eines Stromschlages“, teilt der Kreis Viersen mit: „Keller sollten daher beobachtet und bei Wassereintritt stromlos geschaltet werden, wenn dies gefahrlos möglich ist. Elektrische Geräte, Bauteile, Steckdosen oder ähnliches sollten keinen Kontakt zum Wasser haben.“

Die Feuerwehren können erst dann mit Pumpen tätig werden, wenn das Wasser rund 20 cm hoch steht. Erreichbar sind sie im Notfall unter der Rufnummer 112. Ob sie helfen können, hänge auch davon ab, woher das Wasser komme, sagt Kempens Wehrführer Franz-Heiner Jansen: „Bei Grundwasser sind wir fast machtlos.“

(biro)
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