Konzert : Schulchöre überzeugen bei Sommerserenade

Die musikalischen Luise-von-Duisberg-Gymnasiasten traten in der Kapelle St. Peter auf.

Sichtlich erfreut war Chorleiter Stefan Lindner darüber, „dass trotz Ferien so viele Sänger gekommen waren“. Der Musiklehrer des Luise-von-Duesberg-Gymnasiums hatte mit zwei Schulchören die erste der diesjährigen Sommerserenaden übernommen.

Damit war in der Kapelle St. Peter für jugendliche Frische gesorgt, zumal auch die traditionell dazugehörenden Rezitationen für junge Menschen übertragen wurden. Julian Fluß, Fiona Lennertz und Maria Wilmund trugen heiter-nachdenkliche Texte vor, die sich mit der Suche nach Glück befassten. Dabei stand im Vordergrund, dass Glück in aller Regel sich weniger von selbst einstellt und nicht auf dem Ansammeln großer Geldmengen beruht, sondern vielmehr mit Geduld und Sorgfalt erarbeitet werden muss.

Der Mittelstufenchor (Klassen sieben bis neun) und der Oberstufenchor „Voice Company“ (Klassen neun bis zwölf) traten zu Beginn und am Ende des Abends gemeinsam auf, in der Mitte getrennt voneinander. Das Programm war bunt gemischt und somit abwechslungsreich. Geistliche Lieder wie „Magnificat“ oder Taizé-Gesänge wechselten mit Volksweisen („Geh aus, mein Herz“) und Titeln, die die Musik selbst zum Thema machten („Viva la Musica“, „Thank you for the Music“).

Alle Plätze in der Kapelle
am Ortsrand waren besetzt

Auch der Humor kam nicht zu kurz, so in einem Lied von einem Vogel. Der saß auf einem Baum und wollte einem Fußgänger durch besonders schönes Zwitschern imponieren. Als das nicht gelang, ließ er etwas wenig Schönes nach unten fallen. Das verfehlte sein Ziel im Gegensatz zum ersten nicht, was den Vogel zu der Einsicht verhalf: „Kunst hat es schwer, Mist kommt immer an.“

Erneut war der Besuch erfreulich groß. Nicht nur alle Plätze in der Kapelle waren besetzt, auch die Bänke im Freien vor der geöffneten Kirchentür wurden in Anspruch genommen. Die Zuhörer hatten viel Freude an den Leistungen der Chöre. Sorgfältig war die Mehrstimmigkeit eingeübt, Vortrag und Auftritt der jungen Chormitglieder waren erfreulich sicher. Mühelos sangen sie den größten Teil des Programms auswendig. Zwei Chormitglieder zeichneten sich solistisch aus: Anastasia Pfeiffer und Moritz Hoffmann. Einen sicheren instrumentalen Beitrag steuerte das Geschwisterpaar Schmitz bei mit Ann-Kathrin (Violoncello) und Bastian (Horn). Viele Lieder wurden a cappella gesungen. Sofern eine Klavierbegleitung am E-Piano erforderlich wurde, griffen Stefan Lindner oder Christian Gössel in die Tasten.

Der Beifall war groß, sodass der Chor erst nach einer Zugabe mit „Listen to the Music“ Schluss machen durfte.

Die Fortsetzung der Sommerserenaden folgt, beim nächste Mal in der Propsteikirche in der Kempener Altstadt am kommenden Mittwoch, 24. Juli, um 20 Uhr.

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