Kommentar zur Bürgermeisterwahl in Grefrath

Meinung : Die CDU steht unter Druck

Mit Jens Ernesti hat die CDU nun erneut einen unabhängigen Kandidaten gegen sich, der zudem von anderen Fraktionen unterstützt wird. Ein Kommentar von WZ-Redaktionsleiter Tobias Klingen.

Die Triumphe des parteilosen Manfred Lommetz 2009 und 2015 haben die Grefrather Christdemokraten ordentlich durchgeschüttelt. Daher ist die Sehnsucht der CDU groß, wieder den Bürgermeister in Grefrath zu stellen. Trotz der guten Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Lommetz. Zudem ist klar, dass 2009 und vor allem 2015 viele CDU-Sympathisanten Lommetz statt Herbert Kättner bzw. Kirsten Peters gewählt haben.

Dieses Szenario droht der CDU jetzt erneut. Nun ist Jens Ernesti niemand, der wie Lommetz mit den Vereinen auf dem Marktplatz beim Bierchen Dinge regelt. Dennoch hat sich der Wirtschaftsförderer einen Namen gemacht und schon die Unterstützung von Grünen und FDP sicher. Da dürfte die Grünen-Mitgliedschaft an der Wahlurne eher eine untergeordnete Rolle spielen. Noch ist in der Öffentlichkeit unklar, wen die CDU aufstellen wird. Klar ist jedoch, dass es keiner aus der derzeitigen ersten Reihe sein wird. Und klar ist auch, dass die CDU unter Druck steht.

tobias.klingen@wz.de

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