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Königshütte-See in Kempen: 25 Verstöße am Osterwochenende

Ordnungsamt : Königshütte-See: 25 Verstöße am Osterwochenende

Die Stadt Kempen sprach auch wegen der Verstöße gegen die Corona-Regeln harte Strafen aus.

Vor dem Osterwochenende hatte die Stadt Kempen mitgeteilt, dass das Areal des Königshütte-Sees zu einer Art Rückzugsort für Gruppentreffen geworden sei. Daher sollte auf dem Privatgelände im Naturschutzgebiet über Ostern auch verstärkt kontrolliert werden. Dies ist auch so geschehen, wie Stadtsprecher Christoph Dellmans am Mittwoch auf WZ-Anfrage mitgeteilt hat. „Mit dem Ergebnis, dass das Ordnungsamt auf dem Gelände etwas weniger Verstöße registriert hat als am Wochenende zuvor“, so Dellmans. Über die Ostertage seien etwa 25 Delikte unterschiedlicher Art festgestellt worden. Eine Woche vorher waren es knapp 30, so der Pressesprecher.

„Mit aller Härte“ habe das städtische Ordnungsamt am See Verstöße gegen die Corona-Regeln geahndet. Heißt: Wenn sich mehr als zwei Personen versammelt haben, die nicht in einem Haushalt leben, erhebt die Stadt nun gegen jeden ein Bußgeld von 200 Euro. Bei Zweiergruppen oder Einzelpersonen seien die üblichen Strafen für das illegale Betreten eines Naturschutzgebietes ausgesprochen worden, so der Stadtsprecher. Diejenigen, die auf dem Gelände ertappt worden seien, stammten zum großen Teil nicht aus Kempen. „Viele sind aus Krefeld“, so Dellmans.

Der Segel- und Surf-Club Kempen (SSCK), der den anderen Teil des Geländes offiziell als Sportstätte nutzen darf, unterstützt das Vorgehen des Ordnungsamtes. „Wir begrüßen seitens des SSCK ausdrücklich die Überprüfung durch das Ordnungsamt, weisen jedoch darauf hin, dass die Verstöße gegen die Kontaktauflagen nicht auf unserem Vereinsgelände begangen werden“, heißt es in einer Mitteilung. Der Verein und seine Mitglieder hielten sich an die Einschränkungen, dass derzeit kein Sport betrieben werden darf. Dies würde der Vorstand regelmäßig kontrollieren.

Auf Hinweise von Nachbarn
hin wurde an Türen geklingelt

Im Allgemeinen hätten die Mitarbeiter des Ordnungsamtes in Kempen am Osterwochenende viel Verständnis seitens der Bevölkerung erfahren, so Dellmans. Der Sprecher bestätigte der WZ, dass Ordnungshüter sogar an Türen von Häusern geklingelt haben, um auf die Einhaltung der Corona-Regeln hinzuweisen. „Dies ist aber nur auf Hinweis von Zeugen geschehen“, so Dellmans. Diese Einsätze seien nicht aus eigener Initiative der städtischen Beamten entstanden.

Es hätten sich Leute bei der Stadt gemeldet und darauf hingewiesen, dass sich beispielsweise im Garten der Nachbarn einige Menschen aufhielten. In diesen Fällen hätte das Ordnungsamt an der Tür darauf hingewiesen, die entsprechenden Abstandsregeln einzuhalten. Strafen seien bei diesen Vorgängen nicht angedroht worden. Dies sei dem Kempener Ordnungsamt in Privathäusern oder -gärten auch gar nicht gestattet.