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Königshütte-See: Die Behörden kündigen eine Großkontrolle an

Königshütte-See: Die Behörden kündigen eine Großkontrolle an

Müll, Grill- und Feuerstellen sowie falsch geparkte Autos im St. Huberter Landschaftsschutzgebiet: Stadt Kempen, Kreis Viersen und Polizei wollen nun durchgreifen.

Kempen. Am Wochenende konnte man es wieder im großen Ausmaß beobachten: Unmengen an Müll, unzählige falsch geparkte Autos und sogar offene Grill- und Feuerstellen. Es sind wohl wieder mehrere hundert Menschen, die sich derzeit täglich Zutritt zum Königshütte-See verschaffen und sich dort entsprechend schlecht benehmen. Kreis Viersen, Stadt Kempen und die Polizei haben nun offenbar die Nase voll und kündigen eine Großkontrolle am St. Huberter Baggersee an. Bereits im Mai hatten die Behörden gegenüber der WZ eine größere Aktion angekündigt. Am Montag teilten Kreis, Stadt und Polizei mit, dass es nun in den Sommerferien soweit sein wird.

Pressemitteilung von Stadt Kempen, Kreis Viersen und Polizei

Schon seit vielen Jahren ist das Problem auf dem Privatgelände im Naturschutzgebiet bekannt. Der Zutritt zum Gelände und das Baden im früheren Auskiesungs-Bereich der Firma Klösters ist verboten. Seitdem die Kiesanlage dort nicht mehr in Betrieb ist, wird das Areal renaturiert. Seltene Pflanzen und Tierarten sollen angesiedelt werden. Im Landschaftsschutzgebiet soll ein ungestörter Lebensraum entstehen.

Foto: Kreis Viersen

Menschen, die das Gelände unberechtigterweise betreten, gefährden dieses Landschaftsschutzgebiet nach Ansicht der Behörden massiv. Hinzu kommen die Unmengen an Müll, die auf dem Gelände und auch für alle sichtbar an der Hülser Straße hinterlassen werden. Ferner gibt es immer wieder Zerstörungen. Nach Angaben der Behörden werden regelmäßig Zaunstangen und Ketten zerstört, um auf das Gelände zu kommen.

„Um dagegen vorzugehen, planen das Ordnungsamt der Stadt Kempen, die Kreispolizeibehörde Viersen und die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Viersen in den kommenden Wochen eine erste gemeinsame Großkontrolle. In den Sommerferien werden sie gemeinsam an einem warmen Sommertag den Königshütte-See umstellen und die Personalien der Personen vor Ort feststellen“, heißt es nun in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Behörden. Weitere Details zur geplanten Aktion gibt der Kreis Viersen, bei dem die Federführung liegt, nicht bekannt.

„Wer sich unerlaubt Zutritt zum Königshütte-See verschafft, dem droht eine Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch durch den Eigentümer. Ebenso ist es verboten, im See zu schwimmen, am Ufer zu grillen oder Feuer zu entzünden“, so die Behörden. „Parken dürfen Autos im Landschaftsschutzgebiet allein in gekennzeichneten Flächen. Auch diese Ordnungswidrigkeiten werden bei der Großkontrolle geahndet.“