Königshütte-See: Behörden wollen den Druck erhöhen

Königshütte-See: Behörden wollen den Druck erhöhen

Kreis Viersen, Stadt Kempen und die Polizei wollen am Baggersee stärker kontrollieren.

Kempen. Und schon geht’s wieder los: Mit den ansteigenden Temperaturen steigen auch die „Besucher“-Zahlen am Königshütte-See. Anwohner berichteten der WZ, dass sich am vergangenen Wochenende wieder hunderte Schwimmer illegal Zutritt zum Baggersee an der Hülser Straße verschafft haben. Und auch am Dienstag und gestern, als die WZ vor Ort war, war jede Menge los.

Foto: Kurt Lübke

Eigentümer des Geländes ist die Firma Klösters, nach deren Angaben aus den vergangenen Jahren eine Rund-um-Überwachung nicht möglich ist. Mit dem Ergebnis, dass im Umfeld des Kempener Naturschutzgebietes regelmäßig Müll liegengelassen wird und an der Hülser Straße verbotenerweise geparkt wird.

Nach Anwohnerbeschwerden und Presseberichterstattung führten das Kempener Ordnungsamt und die Polizei im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben „verstärkt Kontrollen durch“.

Dies ist auch in diesem Jahr der Fall, wie Stadtsprecher Christoph Dellmans auf Anfrage der WZ mitteilt. In den vergangenen Tagen sei das Kempener Ordnungsamt mehrfach vor Ort gewesen. Insbesondere mit Blick darauf, Parkverstöße rund um das große Areal zu ahnden.

Mit Beginn der diesjährigen illegalen Badesaison zwischen Kempen und St. Hubert ist nun auch eine weitere Behörde beteiligt. Die untere Naturschutzbehörde des Kreises Viersen ist ebenfalls am Gelände aktiv geworden. Das bestätigte die Pressestelle des Kreises Viersen auf Anfrage der WZ. „Gemeinsam mit Polizei und Ordnungsamt ist die Naturschutzbehörde in den vergangenen Tagen aktiv gewesen“, so eine Sprecherin. Dabei sei es unter anderem um Verstöße wegen Hausfriedensbruch gegangen. Dazu habe es mit Unterstützung der Polizei entsprechende Personenkontrollen gegeben. Zudem könnten Naturschutzbehörde und Ordnungsamt gemeinsam deutlich höhere Verwarngelder verhängen, wenn Parkverstöße geahndet werden. „Da es sich um ein Landschaftsschutzgebiet handelt, ist dies möglich“, ergänzt die Sprecherin.

Gegenüber der WZ kündigte der Kreis Viersen zudem an, dass diese Kontrollaktionen in diesem Jahr verstärkt durchgeführt werden sollen. Darauf hätten sich die Behörden verständigt. Insbesondere in den Sommerferien würden entsprechende Maßnahmen eingeplant.

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