Klosterhof-Händler sind zufrieden

Am 22. Februar 2014 gab es die feierliche Eröffnung. Seitdem fühlen sich die Geschäftsleute in Kempen wohl.

Kempen. Nichts erinnert auf dem Gelände an der Ecke Orsay-/Burgstraße noch an das ehemalige Kreishaus — der Vewaltungs-Bau aus den 60er Jahren ist längst abgerissen. Der dort entstandene Gebäudekomplex der Firma Ralf Schmitz ist modern und hell gestaltet, die Fassade hochwertig.

Seit einem Jahr ist der Klosterhof mit seinen acht Geschäften und 39 Wohnungen in der Kempener Altstadt beheimatet. Die dort ansässigen Händler zeigen sich durchweg zufrieden mit dem Verlauf ihres ersten Jahres in Kempen.

„Wir sind sehr zufrieden mit dem Standort am Klosterhof und haben schon einige Kunden zu Fans gemacht“, sagt Silvia Zortea, Franchise-Nehmerin des s.Oliver-Stores. Durch die längeren Öffnungszeiten auch am Wochenende kommen die Einkäufer nach Zorteas Angaben gezielt spät in den Laden.

„Wir bieten immer frische und neue Ware an, zusammen mit einer guten Aufenthaltsqualität. Das überzeugt. Das zeigt sich auch daran, dass wir schon einige Kundenkarten ausgeben konnten.“

Auch Theo Ingelmann, Inhaber des Schuhgeschäfts Suzanne Köhler, kann eine positive Bilanz ziehen: „Mir gefällt die Umgebung des Klosterhofs sehr gut. Das einzige Manko ist, dass die gesamte Anlage durch ihre Lage von Veranstaltungen in der Innenstadt wie zum Beispiel dem Handwerker- oder Weihnachtsmarkt quasi ausgeschlossen ist.“ Hier wünscht sich Ingelmann, besser in das Konzept mit eingebunden zu werden. Sein Geschäft befindet sich gegenüber dem Klosterhof — im ehemaligen Baustellenbüro der Firma Ralf Schmitz.

Gabriele Brenner betreibt die beiden Modegeschäfte Cecil und Gerry Weber im Klosterhof, sowie die Street One-Filiale an der Ecke Enger-/Judenstraße: „Alle drei Geschäfte laufen gut und wir können viele Stammkunden verzeichnen. Bisher haben wir die Entscheidung, in den Klosterhof zu ziehen, noch nicht bereut.“

Mit der Öffnungszeit bis 16 Uhr an Samstagen ist Gabriele Brenner einen Kompromiss eingegangen, denn einige der Ladenlokale in der Innenstadt schließen am Wochenende bereits um 14 Uhr: „Wenn sich alle Händler darauf einigen würden, die Geschäftszeiten zu verlängern, hat auch der Kunde einen Mehrwert.“

Auch die Deko-Kette Depot ist laut Aussagen des Unternehmens mit der Entwicklung der Filiale zufrieden, die sehr gut von den Kunden angenommen wird. Zu der Bilanz wollte das Unternehmen aber keine Angaben machen.

Die Landbäckerei Stinges konnte vom Start an eine gute Entwicklung verzeichnen. „Wir waren zwar schon vorher in Kempen und Umgebung bekannt, mussten uns aber natürlich trotzdem erst beweisen“, sagt Vertriebsleiter Stephan Oden. Und das sei gelungen. Inzwischen seien sogar weitere Kräfte eingestellt worden, um die Kundenzahl zu bewältigen. „Das Café ist unser Flagschiff, unsere Kernkompetenz ist und bleibt aber Brot backen“, so Oden. Auf mehrfachen Kundenwunsch hin wird das Produktsortiment um Snacks — die gerade am Nachmittag gefragt sind — erweitert.

Nach dem Einzug des Fitness-Studios „My Lifestyle of Health“ Anfang Januar 2015 ist auch das letzte Ladenlokal im Klosterhof vermietet. Inhaber Hans-Jürgen Konrad richtet sein Angebot nach eigenen Angaben vornehmlich an die Bewohner der Innenstadt, des Klosterhofs und an exklusive Kunden. Auch er sei mit dem Geschäft zufrieden.

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