Kitas: CDU erwägt Modelle mit Investoren

Kitas: CDU erwägt Modelle mit Investoren

Kempen. Schon im Sommer fehlen der Stadt Kempen voraussichtlich neun Gruppen im Bereich der Betreuung in Kindertagesstätten (die WZ berichtete). Am Donnerstag will die Verwaltung in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses über mögliche Lösungen diskutieren, wie man Platz und vor allem Personal für bis zu 180 Kinder schaffen beziehungsweise finden will.

Der CDU bereitet die Entwicklung im Kita-Bereich große Sorgen, wie die Fraktion im Vorfeld der Sitzung mitteilt. „Eine familienfreundliche Stadt wie Kempen muss sich den veränderten Anforderungen stellen, nicht auf lange Sicht, sondern sofort“, wird der familienpolitische Sprecher der Fraktion, Gerd-Wilhelm Stückemann, in einer Pressemitteilung zitiert. Die Christdemokraten wollen erreichen, dass zum nächsten Kita-Jahr kein Kind abgewiesen werden muss. Es sollen schnelle Lösungen her, allerdings „möglichst ohne Notgruppen“.

Bauliche Veränderungen in den bestehenden Einrichtungen sowie Neubauten kommen aus Sicht der CDU in Betracht. Wegen der „hohen Belastung“ des städtischen Hochbauamtes und des Zeitdrucks will die Fraktion externe Büros hinzuziehen und Investorenmodelle prüfen. Zudem soll es nicht nur um städtische Einrichtungen gehen. Kirchliche und freie Träger, die bereits in Kempen aktiv sind, sollten sich ebenso der Verantwortung stellen.

Nach Angaben der CDU wird die schwarz-gelbe Landesregierung ein Rettungspaket in Höhe von 500 Millionen Euro zur Verfügung stellen, um die Träger der Kitas finanziell zu unterstützen. Die Kempener CDU „legt Wert darauf“, dass die Fördermittel „umgehend beantragt werden“.

Um den Personalbedarf zu decken, soll die Stadt schon während der Ausbildung auf mögliche Erzieher und Erzieherinnen zugehen. Laut CDU steht Kempen in Konkurrenz mit vielen Kommunen. tkl