Kirchturmspitze für den Klosterhof?

Eine interessante Gebäude-Kombination hat Fotograf Kurt Lübke festgehalten. Außerdem gibt es neue Mode für die Damenwelt.

Kempen. Das kalte und klare Wetter bietet so manch schönes Fotomotiv. Vor allem der blaue Himmel und die Sonne tun ihr Bestes. Einen Hingucker lieferte nun auch WZ-Fotograf Kurt Lübke in die Redaktion. Eine Symbiose aus Klosterhof (also neues Kempen) und die Spitze der Paterskirche (also altes Kempen). Sieht echt schick aus die Kombination. Als hätte sich die Familie Schmitz auf ihren Klosterhof noch eine schicke Kirchturmspitze gesetzt.

Altstadt-Geflüster

Bleiben wir im Umfeld des Klosterhofes: Wie geht es eigentlich im Franziskanerkloster voran? Im Bauausschuss hatte es Hochbauamtsleiter Christian von Oppenkowski schon angedeutet, im Kulturausschuss bestätigte es Kulturamtsleiterin Elisabeth Friese. So richtig ist das Ende der Arbeiten dort noch nicht absehbar. Aber, das stellt Friese klar: „Es liegt nicht an den Handwerkern, es liegt an mir.“ Wie Christian von Oppenkowski schon erklärt hatte, liegt es daran, dass es eines detaillierten Konzeptes bedarf, wo welches Gemälde hängt, wo welche Vitrine steht, damit die Beleuchtung auch final angebracht werden kann. Das muss stehen, bevor der hochwertige Anstrich folgen kann. Zumindest so viel ließ sich Elisabeth Friese schon entlocken: Noch in diesem Jahr soll der Kreuzgang West — der direkt an der Paterskirche liegt — fertig werden. Die Pläne für die Kreuzgänge Süd und Nord sind noch nicht terminiert. Aber man denkt darüber nach, eventuell zwischendurch schon mal weiß überzustreichen, um für ein einheitliches Bild zu sorgen und sich so Zeit für die intensiven Projektplanungen zu verschaffen.

Seit gut zwei Jahren steht im Eingangsbereich des Rathauses am Buttermarkt ein offener Bücherschrank. Viele Bücher haben sich dort mittlerweile angesammelt. Und auch wenn es hin und wieder Zeitgenossen gibt, die die Gelegenheiten nutzen, um ihre alten Schinken, die wirklich keiner mehr lesen will, loszuwerden, so ist Helmut Möller (FDP) doch überzeugt: „Unter dem Strich ist es eine sinnvolle Sache.“ Seine Fraktion hatte den Vorschlag für den Bücherschrank gemacht und Möller die Patenschaft übernommen. Ab und zu holt er ein paar wirklich alte Bücher ab und wirft sie weg, berichtete er nun im Kulturausschuss. Möller beobachtet aber auch, dass es dort immer wieder Publikum gibt und es bei den Büchern einen Wechsel gibt. So soll es auch sein. Das Konzept sieht vor, dass dort jeder ein gelesenes Buch abstellen und dafür ein anderes mitnehmen kann.

Pünktlich zum meteorologischen Frühlingsanfang hat Kempen ein neues Geschäft für Damenmode bekommen. Seit Donnerstag hat das „Andiamo“, Burgstraße 3, geöffnet. Inhaberin Heike Biermann ist zufrieden: „Die ersten Kunden ließen nicht lange auf sich warten. Wir sind froh, dass es jetzt endlich losgeht.“ Nach Kempen wollten sie und ihr Mann schon länger, im Januar wurde dann endlich ein passendes Ladenlokal frei — und zwar das an der Burgstraße, in dem früher Lederwaren Müllenhoff ansässig war. Anfang Februar konnten die beiden dann mit den Renovierungsarbeiten beginnen, die nun bis auf einige Kleinigkeiten abgeschlossen sind. Heike Biermann kommt jeden Morgen aus Moers in die Thomasstadt. Zwei Mal pro Woche kümmert sie sich um den Einkauf von Damenkleidung, Schuhen und Accessoires. Für die 56-Jährige war schon während der Schulzeit klar, dass sie einmal im Modebereich tätig sein würde. Ihren ersten Laden eröffnete sie mit einer Geschäftspartnerin bereits vor 22 Jahren in Krefeld. Es folgten Geschäfte in Schwelm und Duisburg. Nun kommt noch ein Laden in Kempen hinzu, der heute um 10 Uhr offiziell eröffnet wird.

Über das Aus des Burg-Cafés hat die WZ jüngst ausführlich berichtet. Der 76-jährige Inhaber Erwin Falk ist aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage, das Lokal weiterzuführen. Nun wird das Inventar des mehr als 130 Jahre alten Traditionshauses verkauft — oder besser vertrödelt. Davon kündet ein Schild im leeren Café. Heute von 12 bis 18 Uhr und morgen von 10 bis 18 Uhr kann man sich im Café umschauen und das eine oder andere Schnäppchen machen. Was aus der Immobilie wird, ist nach Informationen des Flüsterers weiter offen. Die Eheleute Falk wollen alles verkaufen. Ob sich als Käufer ein Gastronom findet, ist fraglich. Der Flüsterer bleibt dran.