Kinder präsentieren ihre Spielplatz-Wünsche

Kinder präsentieren ihre Spielplatz-Wünsche

Das Areal an der Bendenstraße in St. Hubert wird im kommenden Jahr umgestaltet.

St. Hubert. An den roten Seilen des Klettergerüsts baumeln viele Plakate. Auf einem besonders großen Exemplar steht: „Die bärenstarken Kinder wünschen sich für den neuen Spielplatz . . .“. Rund um diesen Halbsatz kleben ausgeschnittene Fotos. Sie zeigen Spielgeräte-Klassiker wie Rutsche und Hängebrücke, aber auch Außergewöhnliches wie ein Schiff oder eine Burg für kleine Piraten und Ritter der Kita Bärenstark. Die Kinder der Kita Tabaluga haben ihre Wünsche aufgemalt. Zu sehen ist unter anderem ein Mädchen, das an einer Spielplatz-Seilbahn hängt und fröhlich lächelt.

Gut zwei Dutzend Jungen und Mädchen zwischen drei und sechs Jahren haben sich auf dem Spielplatz an der Bendenstraße in St. Hubert versammelt. Zum kleinen Kreis der Erwachsenen gehören Petra Schlaghecken vom Grünflächenamt der Stadt Kempen und ihre Kollegin Martina Smeets vom städtischen Jugendamt. Anlass für das generationenübergreifende Treffen ist der Plan, den Spielplatz zu erneuern.

Die Ursprünge des Areals liegen in den frühen 1970er Jahren, Ende der ’80er waren noch einmal einige neue Geräte angeschafft worden. An vielen Stellen sprießen heute Gras und Löwenzahn aus dem Sand, und auch die Wipptiere haben schon bessere Zeiten gesehen. „Auf einigen Geräten bin ich schon als Kind herumgeklettert“, erzählt Martina Smeets, Jahrgang 1963, der Gruppe. Dazu zählt unter anderem der bunte Kletterbogen.

Nun soll auf der etwa 1600 Quadratmeter großen Fläche zwar nicht alles, aber doch vieles anders werden. Und das mit Hilfe der Kinder aus St. Hubert. So wurden alle vier örtlichen Kitas angesprochen und die Kindergruppe der Katholischen jungen Gemeinde mit eingebunden. „Gemeinsam mit den Kindern wollen wir ein Konzept entwickeln“, erklärt Petra Schlaghecken. Im kommenden Jahr soll umgebaut werden.

Die Vorschläge reichen von einer Vogelnestschaukel über Schaukelpferdchen bis zur Wasserbaustelle. Außerdem könnte das bislang flache Gelände den einen oder anderen Hügel bekommen — denn auch ein „Rutsch-Tunnelberg“ steht auf den Wunschlisten. Isabella hätte „am allerliebsten“ ein Trampolin. „Darauf kann ich so schön trampeln“, schwärmt die Fünfjährige. Der vierjährige Ben würde sich dagegen über einen „Zaun zum Klettern“ und eine Fußball-Wiese freuen.

Wie viel Geld die Stadt für die Umgestaltung zur Verfügung stellt, ist nach Angaben von Petra Schlaghecken noch offen.

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