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Kempener Weihnachtsmarkt: Ausdehnung ist vorerst vom Tisch

Altstadt : Kempener Weihnachtsmarkt: Ausdehnung ist vorerst vom Tisch

Die Beschicker des Wochenmarktes und Gastronomen wollen keine dauerhafte Advents-Attraktion auf dem Buttermarkt.

Für den Weihnachtsmarkt 2019 laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Allerdings mussten sich die Verantwortlichen bei Stadt und Werbering auch schon mit dem Thema Weihnachtsmarkt 2020 auseinandersetzen. Denn für das kommende Jahr hatte der Werbering angeregt, die Veranstaltung auf die gesamte Adventszeit auszudehnen. Auf dem Buttermarkt solle es eine „dauerhafte Attraktion“ geben. Und der Weihnachtsmarkt solle ab 2020 schon am Donnerstag um 18 Uhr beginnen – und nicht wie derzeit erst am Freitagabend.

Bislang hatten Politik und Verwaltung zu diesem Antrag noch keinen Beschluss gefasst. Denn es gab sehr kritische Stimmen von den Marktbeschickern des Kempener Wochenmarktes. Die Händler pochen darauf, dass der Wochenmarkt weiterhin freitags auf dem Buttermarkt stattfinden kann. Erst danach seien die Weihnachtsmarkt-Veranstalter an der Reihe. Im Ausschuss für Ordnungsangelegenheiten und Feuerschutz gab es bislang kein Ergebnis. Aber nach einem gemeinsamen Gespräch am „Runden Tisch Tourismus und Stadtmarketing“ steht nun fest, dass sich 2020 nichts am Kempener Weihnachtsmarkt ändern wird.

Neben den Kritikern aus den Reihen der Wochenmarkthändler sei auch die örtliche Gastronomie nicht überzeugt von einer „dauerhaften Attraktion“ auf dem Buttermarkt. „Das Ergebnis einer mündlichen Befragung war, dass die zeitliche Ausweitung des Weihnachtsmarktes und eine Dauerattraktion auf dem Buttermarkt mit Gastronomieangebot kritisch gesehen wird“, heißt es in der Vorlage für den nächsten Ordnungsausschuss am 18. November.

Ausdehnung auf Kirch- oder Burgparkplatz ab 2021 möglich

Im Rahmen des „Runden Tisches“ im Technologie- und Gründerzentrum (TZN) sei es zwischen den Beteiligten zu einer sachlichen Diskussion gekommen, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Neben Werbering und Weihnachtsmarkt-Veranstalter „XDream“ saßen die Wochenmarkt-Vertreter und das Ordnungsamt mit am Tisch. Grundsätzlich sind beim Thema „Stadtmarketing und Tourismus“ Referatsleiter Christoph Dellmans und Vertreter der Fraktionen dabei. Nach Angaben der Verwaltung ist letztlich mehrheitlich ein Weg zu einer Neukonzeption beschlossen worden, der aber frühestens 2021 Wirkung zeigen werde.

Beschluss 1: „Der Buttermarkt steht zukünftig weiterhin auch während der gesamten Adventszeit den Marktbeschickern zur Verfügung.“

Beschluss 2: „Die bisherige Konzeption, mit dem Aufbau des Weihnachtsmarktes an den Freitagnachmittagen (ab 14 Uhr) und somit nach Abbau des Wochenmarktes und erfolgter Reinigung der Flächen zu beginnen sowie die Marktzeiten des Weihnachtsmarktes wie in den Vorjahren beizubehalten, bleibt unverändert bestehen.“

Beschluss 3: Dem Werbering und „XDream“ soll ermöglicht werden, die Weihnachtsmärkte räumlich zu erweitern, „um die Qualität der einzelnen Stände weiterzuentwickeln, größere Attraktionen zu gewinnen und somit das Publikum sowie die Kaufkraft in Kempen zu erhalten“. Für diese Erweiterung stünden sowohl der Burgparkplatz als auch der Kirchplatz zur Verfügung, heißt es in der Sitzungsvorlage. Mit Blick auf den Kirchplatz müssten aber noch Gespräche mit der Kirchengemeinde geführt werden. Diese ist Eigentümerin des Platzes. Nach Klärung dieser Details soll der Werbering ein Gesamtkonzept aufstellen, das frühestens zum Weihnachtsmarkt 2021 greifen kann und soll.

Die Sitzung des Ordungsausschusses ist am Montag, 18. November, um 18 Uhr im Rathaus.

kempen.de