Kempener Stadtteil feiert Wiederbelebung des Marktes

Neues aus Tönisberg: Adventsmarkt: Zuckerhäuschen und Glüh-Gin

Nach drei Jahren gab es wieder einen Markt in Tönisberg – dieses Mal mit 40 Ständen.

Nach drei Jahren war es am Sonntag wieder soweit: Rund um die Katholische Kirche St. Antonius fand der 8. Adventsmarkt statt. Organisiert wurde er vom Tönisberger Teil der Pfarrei St. Martinus, die außerdem die Dörfer Rheurdt und Schaephuysen umfasst.

Pünktlich zum Beginn des Markts nach der Heiligen Messe waren alle Stände dem stürmisch-regnerischem Wetter zum Trotz fertig aufgebaut und die Aussteller bis aufs Mark nass. Zum Glück verzog sich der Regen nach dem Mittag, sodass schnell weihnachtliche Stimmung aufkam. Die rund 40 Aussteller kamen zum überwiegenden Teil aus Tönisberg, darunter auch zahlreiche Vereinigungen.

Beim Rundgang konnten sich Pastor Norbert Derrix, die stellvertretende Bürgermeisterin Irene Steeger, Kirchenvorstandsvorsitzender Johannes Hoenmans-Leurs und Herbert Pöhlmann vom Organisationsteam von den abwechslungsreichen Auslagen an den Ständen überzeugen. Neben vielen Leckrigkeiten wie Schmörkes, Burger, Reibekuchen und Bratwurst durften natürlich Waffeln, Püfferchen und Kuchen nicht fehlen. Letzter kam durch zahlreiche Kuchenspenden zusammen und wurde im Haus Baaken vom Heimatverein angeboten. Viele nutzten die Chance, das Café zu besuchen und gleichzeitig einen Blick ins älteste Haus von Tönisberg zu werfen, das der Heimatverein extra für den Tag reaktiviert hatte. Es steht aktuell leer und wurde unter anderem durch einen Wasserschaden stark beschädigt.

Vera Schmitz und Marianne Nagy boten Marmeladen für den guten Zweck an. Dafür sind die beiden im Bergdorf bekannt. Die Frauen des Offizierscorps der Schützenbruderschaft hatten allerlei Dekoration mit Tönisberger Motiven gebastelt. Besonders die Laternen mit verschiedenen Motiven wie Mühle und Zechenturm waren schnell vergriffen.

Uwe Bruckschen, Peter Leinders und Wolfgang Bittlinsky luden an ihrem Stand zu heißen Schnäpsen ein. Ihre neueste Kreation war der Glüh-Gin, der von den Besuchern besonders gut angenommen wurde und ordentlich einheizte. Ganz klassisch und bewährt wurde bei der Feuerwehr die Heiße Pflaume mit Sahnehäubchen ausgeschenkt. Außerdem durften die jungen Gäste hier unter Aufsicht der Fachleute am Feuer Stockbrot backen.

Das Trommerlercorps der Feuerwehr Tönisberg begleitete am Nachmittag den Nikolaus und seine Gefolgschaft, der auf dem Vorplatz der Kirche Kinder mit Schokolade, Äpfeln, Weckmännern und Nüssen beschenkt hat. Mit schön klingenden Weihnachtsliedern zogen die Trommler dann einmal über den Markt, sodass Besucher und Aussteller etwas davon hatten.

Die „Lateere-Pitts“ waren in ihren schwarzen Mänteln, mit Hut und langem Stock wieder mit von der Partie. Sie erinnern an die Zeit, in der die Laternen noch mit Gas betrieben und von den Lateere-Pitts beaufsichtigt wurden. Am Sonntag beaufsichtigten sie ganz besonders jeden einzelnen Stand und überbrachten beste Wünsche für die kommende Zeit.

Noch lange saßen Einige abends zusammen und zogen dabei ein positives das Fazit. Dem schloss sich auch Sascha Spetzius vom Organisationsteam an: „Tolle, abwechslungsreiche Stände, eine neue Standaufteilung und viele Besucher. Wir sind zufrieden.“

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