Kempener Altstadt-Geflüster: Baukran an der Ellenstraße ist endlich weg

Altstadt-Geflüster : Aufatmen: Der Kran ist weg

Anwohner und Geschäftsleute der Ellenstraße freuen sich über einen Lichtblick. Außerdem geht es im Altstadt-Geflüster um zwei geschäftliche Veränderungen.

Das Ganze wirkt zwar immer noch ein wenig abgeschnitten, aber Anwohner und Geschäftsleute der Ellenstraße freuen sich über einen Lichtblick. Auf der Baustellen-gebeutelten Straße gibt es eine Sorge weniger. Denn der Kran, der seit Monaten Blick und Weg vom Buttermarkt aus versperrt, ist weg. Am Neubau auf dem Grundstück des früheren Hauses mit Spielwaren Stein sind also Fortschritte zu verzeichnen. Dabei war der Kran ja schon für ein paar Tage „auf Seite gegangen“. Anfang Juni musste das Baugerät den Altstadt-Läufern weichen. Danach kehrte der Kran aber zurück, weil er beim Bau des Hauses mit Wohnungen und Ladenlokal eben noch gebraucht wurde. Nun also können sich die Anwohner freuen, dass der Blick wieder etwas freier ist und auch wieder alle Fenster bestmöglich geputzt werden können. Das soll nämlich auch nicht immer so ganz einfach gewesen sein, wie der Flüsterer erfuhr. Gute Fortschritte macht indes auch die weitere größere Baustelle an der Ellenstraße. Nach dem Abriss des Hauses Nummer 15 ist der Neubau mit Wohnungen und Ladenlokal schon sehr weit gediehen. Es geht also aufwärts mit der Ellenstraße.

Woll-Laden gibt auf

Davon kann mit Blick auf ein Ladenlokal am Studentenacker keine Rede sein. Denn am Eingang des Geschäftes „Stricken ist Liebe – Wolle & Handzaubereien“ hängt ein Zettel, der Freunde des Ladens aufhorchen lassen sollte. Denn es steht die Schließung bevor. Am 30. September ist Schluss. Schade.

Türkische Spezialitäten

Neuigkeiten gibt’s auch von der Umstraße. Dort hat in dieser Woche ein neues türkisches Lokal eröffnet. Das Versprechen, das seit einigen Wochen im Laden mit der Hausnummer 43 auf einem Zettel gestanden hat, ist also eingelöst. Der Betreiber mit türkischen Spezialitäten folgt auf das Restaurant „Schiffsbug“, das etwas überraschend nach nur kurzer Zeit in der Altstadt geschlossen worden war.

Kunst im Rathaus

Dass es im Rathaus-Foyer künstlerisch zugeht, ist inzwischen bekannt. Im Jahreskalender des beliebten Ausstellungsortes, den die Stadt zur Verfügung stellt, gibt es kaum eine Lücke. Meist gibt es etwas zu gucken. So auch wieder ab 1. August. Dann sind Werke von Beate Blume zu sehen. „Die Kempenerin, die sich durch einen einzigartigen Malstil auszeichnet, malt farbenfrohe Acrylbilder“, heißt es in der Ankündigung der Stadt Kempen. Beate Blume verwendet meist leuchtende Farben und starke Kontraste in ihren Bildern. „Klare, oft geometrische Formen und expressive Farben geben ihren Bildern einen eigenen Rhythmus und verbinden und trennen Motiv und Hintergrund zugleich. Trotz starker Kontraste in Form und Farbe entstehen harmonische Werke, die das Schöne und Magische in den gewählten Motiven aus einer originellen künstlerischen Perspektive betonen.“ Es werden Kempener Stadtansichten präsentiert, von denen einige für den renommierten Kunstpreis „Palm Art Award 2019“ nominiert wurden. Zu sehen sind auch viele Werke mit Tierportraits und mit Menschen, aber auch einige abstrakte Bilder. Nachdem Blume mit ihrem Kalender von Stadtansichten 2016 an die Öffentlichkeit gegangen war und ab 2017 an lokalen Ausstellungen teilnahm, gab es in diesem Jahr eine erste internationale Ausstellung in Italien. Im Herbst soll eine weitere beim streng kuratierten The Other Art Fair in London erfolgen. Weitere Informationen rund um die kommende Ausstellung:

kempen.de

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