Kempen: Zwei Feuerwehreinsätze im Umfeld des Königshütte-Sees

Verdacht auf Brandstiftung : Zwei Feuerwehreinsätze im Umfeld des Königshütte-Sees

Zunächst brannte ein Müllcontainer, später zirka 80 Strohballen. Brandstiftung ist nicht unwahrscheinlich.

Im Umfeld des umstrittenen Königshüttesee-Geländes musste die Feuerwehr am Donnerstagabend und in der Nacht zu Freitag zu zwei Einsätzen. Die erste Alarmierung erfolgte nach Angaben von Feuerwehrsprecher Johannes Dicks um 20.43 Uhr. An der früheren Einfahrt zum Auskiesungsgelände der Firma Klösters, Bellstraße, stand ein Müllcontainer in Flammen. „Diesen Brand konnten wir zügig löschen“, so Dicks. Nach etwa 30 Minuten sei der Einsatz beendet gewesen.

Nach Angaben des Sprechers hatte dort bereits vor einigen Wochen ein Container gebrannt. Ebenso wie dieser sei nun auch der neue Behälter zerstört worden. Der Eigentümer hatte die Container dort platziert, um wenigstens einen Teil der Unmengen von Müll geordnet sammeln zu können. Wie mehrfach berichtet, hinterlassen die illegalen Badegäste eine Menge Müll auf dem Gelände im Landschaftsschutzgebiet.

Der zweite Einsatz der Feuerwehr war dann deutlich aufwendiger. Um 1.40 Uhr wurden die Kräfte zur Scheifeshütte auf der anderen Seite des Sees gerufen. Auf einem Feld standen zirka 80 Strohballen in Flammen. Diese ließ die Feuerwehr kontrolliert abbrennen. Der Einsatz dauerte bis 9 Uhr am Freitagmorgen.

Laut Feuerwehr ist in beiden Fällen ein technischer Defekt unwahrscheinlich  – ebenso eine Selbstentzündung. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts auf Brandstiftung aufgenommen. Das bestätigte ein Sprecher auf Anfrage der WZ.

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