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Kempen: Spannende Probefahrt für den Rosenmontagszug

Kempen: Probefahrt für den Rosenmontagszug : Zentimeterarbeit für die Jecken

Am Montag gab es die städtische Probefahrt für den Rosenmontagszug. Diese war spannend, weil sich der Zugweg verändert hat. Fazit: Es wird eng, aber es wird schon klappen.

Gute Nachrichten für alle Kempener Jecken: Das Wetter am Rosenmontag wird bestens sein. Denn bei der Generalprobe – einer Testfahrt durch die Altstadt – am Montag hat es teils kräftig geregnet. Insofern dürfte am 24. Februar nicht erneut so miserables Wetter sein. Oder?

Es ist schon fast Routine, dass sich Vertreter von Stadt, Feuerwehr, Polizei und Karnevalsverein alle drei Jahre wenige Wochen vor dem Zug auf Testfahrt begeben. Doch am Montag war die Runde mit dem Karnevalswagen der Stadt eine besondere. Denn wegen der geschlossenen Köhlerhalle zieht der Zug in diesem Jahr bekanntlich „verkehrt herum“ durch Kempen. Und deswegen müssen sich die Fahrer der Traktoren auf andere Wendekreise einstellen. Und obendrauf machen auch noch Baustellen den Organisatoren ein paar Sorgen.

„Es geht heute darum, die neuralgischen Punkte zu klären. Und darum festzuhalten, was an Blumenkübeln, Straßenlaternen etc. für den Zug weggeräumt werden muss“, so Stadtsprecher Christoph Dellmans. An welcher Ecke reichen Ordner aus? Wo muss mit Drängelgittern abgesperrt werden? Auch solche Fragen wurden am Montag beantwortet.

Großen Respekt hatten die Verantwortlichen vor der Ecke Enger-/Judenstraße/Kirchplatz. Denn dort wird der Zug erstmals von der Engerstraße aus in Richtung Judenstraße und Buttermarkt ziehen. Und genau an dieser Ecke zeigte Lkw-Fahrer Hendrik Genneper, der schon seit Jahren den städtischen Karnevalswagen per Traktor führt, am Montag was er kann. Es war Zentimeter-Arbeit, die er leistete, um zum einen um die Kurve, aber auch am Baustellengerüst des früheren Modehauses Vögele vorbeizukommen. Das Gebäude wird gerade saniert, damit das Modehaus Kaenders dort im Frühjahr einziehen kann.

„Das Gerüst muss für den Rosenmontagszug weg. Da gibt’s keine andere Möglichkeit“, sagte Ordnungsamtsleiter Michael Steckel vor Ort. Bei den vielen Besuchern und den Rettungskräften könne man mit Gerüst keine Sicherheit garantieren. Dies sei auch schon mit dem Bauherrn besprochen worden, ergänzte Dellmans. Die Bauarbeiter wussten auch schon Bescheid. Im Kalender stehe für den 18. Februar bereits der Gerüst-Abbau eingetragen.

Erste jecke Testfahrt für
Ordnungsamtsleiter Steckel

Für Ordnungsamtsleiter Steckel war es die erste jecke Testfahrt durch die Stadt. Aus Wassenberg kommend, hat er erst kürzlich seinen Dienst in Kempen angetreten. Deshalb ließ er sich von den Karnevals-erfahrenen Kollegen an den neuralgischen Punkten eine ganze Menge erklären. So zum Beispiel auch den Fakt, dass der Viehmarkt an Rosenmontag komplett gesperrt sein wird. Dort werden Stadt, Feuerwehr und Rettungskräfte wieder ihre Einsatzzentrale positionieren.

Besonders eng dürfte es am 24. Februar auf Peter- und Ellenstraße zugehen. Dort locken nicht nur der Zug, sondern auch zahlreiche Kneipen die Massen an. „Deshalb müssen hier auf jeden Fall sämtliche Blumenkübel weg“, befanden die Mitarbeiter des Ordnungsamtes auf der Ellenstraße. Konkrete Probleme tauchten aber bei der Probefahrt auf beiden „Kneipen-Straßen“ nicht auf. Auch nicht beim Abbiegen von der Peter- auf die Rabenstraße (in Höhe Venga). Wenn alles mit Gittern abgesperrt ist, sei die Kurve kein Problem, so Christoph Dellmans.

Von oben, also vom Stadt-Wagen aus, beobachten die KKV-Vertreter Heinz Börsch und Theo Balters die ordnungsbehördlichen Vorgänge rund um den Wagen gelassen. Zugleiter Balters berichtete davon, dass nun die Anmeldungen mehr und mehr bei ihm eintreffen. Bis Montag waren es schon rund 60. Anmelden können sich Gruppen mit und ohne Wagen noch bis zum 3. Februar. Alle weiteren Informationen bei Balters unter Tel. 02152/6714 und im Internet:

kempener-karnevals-verein.de