Kempen: Roberta ist der Star

Kempen: Roberta ist der Star

Eine Italienerin ist diesmal das Aushängeschild in der Musikreihe. Die Gambarini kommt im Herbst.

Kempen. Dank Kulturdezernent Volker Rübo ist vor einigen Jahren eine kleine feine Jazz-Reihe ins Leben gerufen worden. Auch für die in Kürze startende Kultursaison 2009/2010 stehen für Jazzfreunde wieder sieben Termine im Stadtkalender.

"Unumstrittener Star in der Reihe ist die einzige Frau: Roberta Gambarini", sagt Martin Klapheck, Konzert-Referent im Kulturamt. Die Italienerin, die am 21. November nach Kempen kommt, lebt in den USA und hat bereits mit Mal Waldron, Herbie Hancock, Michael Brecker und Ron Carter musiziert. Kempen nimmt sie im Zuge ihrer Europatournee mit. Die Besetzung der Band: Klavier, Bass, Schlagzeug.

Noch nicht so etabliert, aber durchaus hörenswert ist Andreas Kissenbecks ClubBoogaloo aus Deutschland. Der Jazzorganist wandelt bei seinem Gastspiel am 11. September auf den Pfaden souliger Jazzgrooves. Klapheck: "Er verbindet den warmen Hammond-Sound mit Blues- und Modern-Jazz-Elementen." Club Bagaloo wird mit fünf Mann antreten, darunter Trompete und Saxophon.

hdv steht für David Helbock (Jazzpiano), Lucas Dietrich (Kontrabass) und Marc Vogel (Schlagzeug): Das Trio aus Österreich gehört zu den Newcomern in der Szene. Am 7. Oktober im Campus setzen sie vor allem auf Improvisationen.

Max Frankl ist ein junger Gitarrist aus der Schweiz. Er macht mit seinem Quintett am 6. Februar 2010 in Kempen Station. Klapheck: "Das komplette Programm seines Quintetts hat er selbst geschrieben."

Ddas Arun Gosh Sextet aus England gilt eher als Geheimtipp. Gosh, ein gebürtiger Inder, ist Klarinettist und lebt in London. Mit Saxophon, Klavier, Bass, Schlagzeug und Tabla schafft er einen unverwechselbaren Mix aus indischer und westlicher Jazz-Musik. Zu hören am 20. Mai 2010 im Campus.

Alt-Saxofonist Ignaz Dinné hat mit seinen 33Jahren bereits mit Herbie Hancock, Wayne Shorter und Ron Carter gespielt. Der Bremer, der lange in den USA lebte, gastiert mit seinem Quartett am 13.März 2010 in Kempen.

"Darauf freue ich mich besonders", sagt Volker Rübo. Denn er schwärmt vom letzten Kempen-Konzert von The Bad Plus aus den USA. Das Trio wird erneut seine Visitenkarte im Campus abgeben.

Der Termin ist soben im Kulturamt bestätigt worden: 29. April. Ethan Iverson (Piano), Reid Anderson (Kontrabass) und Dave King (Schlagzeug) verbinden Elemente des Avantgarde-Jazz mit Rock- und Pop.

Übrigens: Alle sieben Kempener Jazz-Konzerte sind im Jugendheim Campus am Spülwall11. "Dort ist man nah am Künstler und sieht den Schweiß laufen", sagt Jazzfreund Rübo.

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