Sicherheit in Kempen Radfahrverbot auf dem Wochenmarkt

Kempen · An Markttagen nicht mit dem Rad auf den Buttermarkt.

In der Fußgängerzone ist Radfahren erlaubt, Radfahrende müssen laut Stadt dabei aber besondere Rücksicht auf Fußgänger nehmen.

In der Fußgängerzone ist Radfahren erlaubt, Radfahrende müssen laut Stadt dabei aber besondere Rücksicht auf Fußgänger nehmen.

Foto: Birgitta Ronge

(biro) Auf dem Wochenmarkt in Kempen sind teilweise auch Radfahrer unterwegs. Das ist verboten. Immer wieder sei es in den vergangenen Wochen und Monaten zu gefährlichen Situationen gekommen, warnt das Team der Wochenmarkt-Beschicker um Christian Mannitz, der auf dem Markt einen Stand mit Gewürzen führt. Dass Radfahrer nicht absteigen und über den Wochenmarkt fahren, komme an jedem Markttag vor, sagt Mannitz. Mitarbeitende des Kempener Ordnungsamts machten die Radfahrer sehr freundlich darauf aufmerksam, dass das Radfahren im Marktbereich nicht erlaubt sei, doch nicht jeder Radler reagiere auch freundlich.

In der vergangenen Woche eskalierte die Situation: Ein Mann habe laut und aggressiv reagiert, als er vom Marktmeister angesprochen worden sei, berichtete Mannitz bei Facebook. Der Marktmeister habe versucht, die Situation zu deeskalieren, doch das sei nur schwer möglich gewesen, weitere Mitarbeiter des Ordnungsamts hätten hinzugezogen werden müssen.

Mann weigerte sich seine Personalien vorzulegen

Weil sich der Mann weigerte, seine Personalien vorzulegen und die Polizei verlangte, musste diese hinzugezogen werden. Die Polizei bestätigte den Einsatz als Amtshilfe auf Anfrage. Der Radfahrer muss laut Ordnungsamt mit einem Bußgeld rechnen, weil er sich weiterte, seine Personalien anzugeben.

Grundsätzlich ist das Radfahren in Kempen in der Fußgängerzone erlaubt. Darauf weisen an den Eingängen zur Fußgängerzone Schilder hin. Nur an den Markttagen, das ist dienstags und freitags, ist das Radfahren auf dem Buttermarkt untersagt – zur Sicherheit der Marktbesucher, wie die Stadt auf Anfrage mitteilte. Am „Falko“, am Georgsbrunnen und an der Servicestelle im Rathaus werden dazu Sperren mit Schildern aufgestellt, die auf das Fahrradverbot auf dem Markt hinweisen. Dass immer wieder Radler um die Sperren herum aufs Marktgelände fahren, sei „wirklich ein Problem“, sagt Mannitz: „Ein Wochenmarkt sollte ein sicherer Ort sein.“

Das Radfahren in der Fußgängerzone selbst sieht die Stadt nicht als problematisch an. Dass die Fußgängerzone für Radler freigeben sei, heiße auch, dass diese besondere Rücksicht auf Fußgänger nehmen müssten, heißt es aus dem Rathaus. Schnelles Radfahren in der Fußgängerzone sei tabu, und wenn diese sehr belebt sei, müsse das Rad geschoben werden, „so kommen Fußgängerinnen und Fußgänger und Radfahrende auch in der Fußgängerzone miteinander aus.“

(biro)
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