Sicherheit in Kempen Planverfahren für Feuerwache ist angelaufen

Kempen · An der Oedter Straße in Kempen könnte eine neue Feuer- und Rettungswache gebaut werden.

 Die Fläche befindet sich genau gegenüber dem Grundstück, auf dem eine neue Polizeiwache entstehen könnte.

Die Fläche befindet sich genau gegenüber dem Grundstück, auf dem eine neue Polizeiwache entstehen könnte.

Foto: Norbert Prümen

(rei) Das Verfahren steht erst am Anfang, ist noch nicht so weit gediehen, wie das Projekt „Neue Polizeistation“. Gleichwohl haben sich Stadt, Feuerwehr und Rettungsdienst nach einer Bewertung von drei möglichen Standorten für eine zusätzliche Feuer- und Rettungswache schon festgelegt: Sie halten den Standort Oedter Straße – gegenüber dem Areal, auf dem die neue Polizeiwache entstehen könnte – für besonders geeignet. Der zuständige Planungsausschuss des Stadtrates brachte nun in seiner jüngsten Sitzung das erforderliche Planverfahren in Gang. Einstimmig hat das politische Gremium die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit zur Änderung des Flächennutzungsplanes in diesem Bereich beschlossen.

Hilfsfrist von zwölf Minuten könne eingehalten werden

Mit dem Beschluss hat sich die Politik noch nicht endgültig festgelegt, gleichwohl vorentschieden. Kritik aus den Reihen der Stadtratsfraktionen zum ausgewählten Gelände an der Kreuzung Oedter Straße/Kempener Außenring gibt es bislang – soweit öffentlich bekannt – nicht. Im Gegenteil: Es gibt Stimmen, die die Bündelung von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst an dieser Stelle für sinnvoll halten, weil von hier aus der Kempener Süden und das künftige Wohngebiet im Kempener Westen gut zu erreichen sind. Das Gleiche gilt für die umliegenden Kommunen, für die Polizei oder Rettungsdienst von Kempen aus zuständig sind. Die so genannten Hilfsfristen für den Rettungsdienst – innerstädtisch acht, im ländlichen Bereich zwölf Minuten – könnten eingehalten werden, heißt es.

Vorteil für die Stadt: Sie verfügt bereits über die notwendige Fläche. Das landwirtschaftlich genutzte Gelände, das zum Wohngebiet Blumenviertel durch einen Spielplatz und einen separaten Bolzplatz begrenzt wird, muss allerdings im Flächennutzungsplan zu einer Gemeinbedarfsfläche mit der Zweckbestimmung „Feuerwehr“ und „Rettungswache“ umgewidmet werden.

Gegen eine zusätzliche Feuer- und Rettungswache an diesem Standort gibt es indes Bedenken aus der Bevölkerung: Anwohner der Oedter Straße sind ebenso wie im Fall der geplanten neuen Polizeiwache dagegen. Sie halten den Standort nicht für besonders gut geeignet. Ihre Bedenken haben Vertreter der Anwohnerschaft bereits Anfang April bei einem Treffen mit den Spitzen der Stadtverwaltung im Rathaus vorgetragen. Sie haben ihrerseits alternative Standorte benannt und die Stadtverwaltung gebeten, diese zu prüfen. Der Austausch sei konstruktiv gewesen, berichtet Michael Matoni, einer der Sprecher der Bürgerinitiative, auf Nachfrage. Wichtig ist der Initiative, dass der bestmögliche Standort für eine Feuer- und Rettungswache ausgewählt wird. Es gebe alternative Varianten, bei denen die Hilfsfristen vor allem mit Blick auf Einsatzorte in Grefrath besser eingehalten werden könnten, so Matoni. Man will dies auch in Gesprächen mit den Ratsfraktionen deutlich machen.

Die Unterlagen zur Änderung des Flächennutzungsplans finden sich auf der Homepage der Stadt Kempen (www.kempen.de). Stellungnahmen nimmt das Planungsamt bis Anfang Juli entgegen.

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