Klimaschutz in Kempen Photovoltaik kommt auf städtische Gebäude

Kempen · Die Stadt Kempen rüstet ihre Liegenschaften mit Sonnenkollektoren aus.

Die Feuer- und Rettungswache an der Heinrich-Horten-Straße soll mit einer PV-Anlage bestückt werden.

Die Feuer- und Rettungswache an der Heinrich-Horten-Straße soll mit einer PV-Anlage bestückt werden.

Foto: Norbert Prümen

(rei) In diesem Jahr werden drei städtische Gebäude in Kempen mit Photovoltaik (PV)-Anlagen bestückt. Im vorigen Jahr hatte die Stadtverwaltung dafür entsprechende Förderanträge beim Land NRW gestellt und mittlerweile bewilligt bekommen. Wie der städtische Umweltreferent Michael Lomanns in der jüngsten Sitzung des Umwelt- und Klimaausschusses des Stadtrates mitteilte, förderte das Land 75 Prozent der Investitionskosten. Im konkreten Fall erhält die Stadt Kempen etwa 236 000 Euro an Zuschüssen.

Eine Anlage kommt auf das Dach der Regenbogenschule

Derzeit laufen die Ausschreibungen für die neuen PV-Anlagen. Eine soll aufs Dach der Regenbogenschule, eine weitere auf das mittlere der drei Verwaltungsgebäude am Bahnhof, die dritte Anlage soll auf der Feuer- und Rettungswache an der Heinrich-Horten-Straße montiert werden.

Aus Sicht der Politik ist die Entwicklung zwar grundsätzlich erfreulich, aber man hätte sich doch schon einen weiteren Fortschritt bei dem im Klimaschutzkonzept beschlossenen Teilprojekt „Photovoltaik auf kommunalen Dächern“ erhofft.

Das Gesamtprogramm für mehr Klimaschutz in der Stadt Kempen hatte der Stadtrat im September 2022 verabschiedet. Seither hakt es bei der Umsetzung, im Rathaus fehlte zuletzt das notwendige Personal. Ein Silberstreif zeichnet sich aber ab: Im Hochbauamt hat am 1. Januar ein Fachingenieur seine Tätigkeit aufgenommen, der sich unter anderem mit dem Thema PV-Anlagen auf städtischen Gebäuden kümmern soll.

Er ist nach Angaben des Technischen Beigeordneten Torsten Schröder bereits in der Projekt eingebunden. Aktuell ermittelt das Hochbauamt, welche weiteren Gebäude der Stadt mit PV-Anlagen bestückt werden können. Konkrete Ergebnisse liegen noch nicht vor. Sie sollen in einer der nächsten Sitzungen präsentiert werden.

Eine andere Untersuchung in Sachen Klimaschutz ist dagegen bei der Stadt abgeschlossen worden. Ein externes Ingenieurbüro hat geprüft, ob auch auf städtischen Parkplätzen PV-Anlagen aufgestellt werden könnten. Wie Umweltreferent Lomanns jetzt im Ausschuss mitteilte, seien in erster Linie städtische Parkdecks geprüft worden, unter denen sich Tiefgaragen befinden. Die gewonnene Energie durch die Anlagen hätte beispielsweise für die Beleuchtung der Garagen und andere elektrische Anlagen an den Parkplätzen benutzt werden können.

Verschiedene Lösungen seien geprüft worden, so Lomanns. Die Untersuchung, die aus Landesmitteln finanziert worden ist, habe allerdings ergeben, dass die Installation von PV-Anlagen auf den derzeitigen Parkdecks zu teuer und nicht wirtschaftlich wäre. Deshalb habe man in der Verwaltung das Thema zunächst zurückgestellt, so Lomanns.

(rei)
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