Kempen/Niederrhein: Übernachtungszahlen steigen kontinuierlich

Kempen/Niederrhein: Übernachtungszahlen steigen kontinuierlich : Mehr Gäste blieben über Nacht

Niederrhein Tourismus freut sich über 1,64 Millionen Gäste in den ersten acht Monaten 2019.

In den ersten acht Monaten des Jahres 2019 sind erneut mehr Gäste an den Niederrhein gekommen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Laut Statistischem Landesamt NRW stieg die Zahl der Übernachtungen im Verbandsgebiet des Niederrhein Tourismus um 1,3 Prozent an, freut sich die Niederrhein Tourismus GmbH in ihrer Pressemitteilung. Laut Statistik haben in den ersten acht Monaten des Jahres rund 1,64 Millionen Gäste im Bereich des Niederrhein Tourismus übernachteten.

Zum Verbandsgebiet des Niederrhein Tourismus gehören die Kreise Viersen, Kleve, Wesel und Heinsberg. In den offiziellen Zahlen von Information und Technik NRW werden allerdings nur die Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn Gästebetten gezählt. Man könne auf die Zahlen durch die vielen kleinen Pension und Ferienwohnungen noch einmal 50 Prozent aufschlagen, so Niederrhein Tourismus.

„Die Zahlen sind beachtlich, da wir ja einen kontinuierlichen Zuwachs verzeichnen“, sagt Martina Baumgärtner, Geschäftsführerin des Niederrhein Tourismus.

Bei Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt findet man detaillierte Zahlen für den Zeitraum Januar bis Juni. Im ersten Halbjahr 2019 haben fast allen Regionen in NRW sowohl bei den Gästen als auch bei den Übernachtungen Zuwächse verzeichnet. Der Niederrhein liegt da mit 1,5 Prozent mehr Gästen und 1,4 Prozent mehr Übernachtungen im Mittelfeld der Zuwächse. Spitzenreiter sind Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis mit sechs Prozent mehr Gästen und 4,8 Prozent mehr Übernachtungen.

Der Kreis Viersen hat seine Zahlen nach einem dicken Minus von knapp acht Prozent bei Gästeankünften und 9,5 Prozent bei Übernachtungen von 2017 zu 2018 in diesem Jahr wieder stabilisiert. Bei Gästeankünften und Übernachtungen gab es ein leichtes Plus von unter einem Prozent.

Willich und Kempen nach Durchhänger wieder im Aufwind

Die Stadt Kempen konnte nach einem Minus von sieben Prozent im Vorjahr nun wieder ein Plus von fünf Prozent bei den Gästeankünften verzeichnen. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 1,6 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres.

In Willich sieht es ähnlich aus. Da war das Minus von 2017 zu 2018 von 6,3 Prozent bei den Gästeankünften und 12,7 Prozent bei Übernachtungen noch deutlicher. Nun ist das Minus bei den Ankünften nur noch bei einem Prozent. Bei den Übernachtungen kann man sich in Willich sogar über ein Plus von 5,1 Prozent freuen. Grefrath verzeichnet im Vergleich von 2018 zu 2019 zweimal ein Minus: bei den Gästeankünften von 3,8 Prozent und den Übernachtungen von 3,5 Prozent.

Die durchschnittliche Auslastung der angebotenen Betten lag in den ersten sechs Monaten 2019 in Willich bei 35,9 Prozent, in Kempen bei 29,1 Prozent, in Grefrath bei 25,2 Prozent.

Im Kreis Viersen liege es natürlich am Potenzial für Übernachtung, sagt Martina Baumgärtner mit Blick auf die Hotellandschaft im Kreis. Wenn nicht genügend Angebote da wären, würden die Gäste halt in Nachbarkreise abwandern. Aber eine Wende sieht Baumgärtner durchaus. In Brüggen geht das Hotel „Brüggener Klimp“ mit neuem Besitzer an den Start. Und in Kempen will ein Investor bekanntlich ein neues Hotel am Schwimmbad aqua-sol bauen. Diese Entwicklung im Kreis Viersen sei sehr positiv. Wenn Investoren aktiv würden, würde das auch andere ermutigen, sich mit der Region zu befassen. Auf dem Markt sei viel Bewegung.

Im Rahmen der Regionalmarke „Niederrhein so gut, so weit“ arbeitet die Niederrhein Tourismus daran, den Niederrhein zu einer 365-Tage-Region zu machen. „Wir wollen das ganze Jahr über etwas bieten“, sagt Baumgärtner. Auch alle Altersgruppen sollen angesprochen werden: jüngere Besucher ebenso wie ältere und Familien.