Altstadt-Geflüster : Umzug mit Thron und königlicher Stimmung

Der Werbering fühlt sich in seinen neuen Räumen wohl. Außerdem geht es im Geflüster um einen royalen Friseur, Neuigkeiten vom Wochenmarkt und romantische Musik.

Der rot-goldene Thron hat einen Ehrenplatz im Schaufenster im neuen Domizil des Werberings. Wie schon geflüstert, ist die Werbegemeinschaft von ihrem Büro in der Von-Broich-Passage ins ehemalige Musik-Geschäft von Eppi Funken an der Ecke Acker/Neustraße gezogen. Alles ist schön eingerichtet, da war es nun mal an der Zeit für eine Einweihung. „Wir sind sehr froh, dass wir hier ein zentrumsnahes und bezahlbares Ladenlokal gefunden haben“, verriet Werbering-Chef Armin Horst. Der Umzug konnte dank tatkräftiger Unterstützung der Grefrather Schreinerei Camps schnell und unproblematisch über die Bühne gebracht werden. Im neuen Hauptquartier sind übrigens noch einmal Möbel aus dem Ellenpoort, der ehemaligen Gaststätte von Armin Horst, zu neuen Ehren gekommen. Die Werbering-Vorständler haben nun viel Platz, um zu beraten, Feste und Aktionen zu planen und Gäste zu empfangen. Und Gäste waren auch schon da. Ein neues Mitglied konnte der Werbering in den Räumen willkommen heißen. Das Modehaus Kaenders aus Kevelaer will ja bekanntlich im März an der Judenstraße ein Geschäft in den Räumen des ehemaligen Modehauses Stuckmann, zuletzt Miller & Monroe, eröffnen. Zwar sind an der Ecke Juden-/Kirchstraße noch immer die Handwerker ordentlich zugange. Trotzdem hat man schon Kontakte zum Werbering geknüpft. Kaenders möchte nämlich schon beim Frühlingsfest des Werberings dabei sein und seine Mode auf dem Laufsteg präsentieren lassen. Zum Vormerken schon mal der Termin: Das Frühlingsfest ist am 28. und 29. März.

Wie schön die Uhr glänzt

Rund um die Propsteikirche ist es zurzeit in Sachen Handwerker etwas ruhiger geworden. Dort ist ja auch im unteren Bereich der Westseite nach der Sanierung das Gerüst abgebaut. Und bei einem kurzen Besichtigungstermin vor Ort hörte der Flüsterer viel Lob für das frische Aussehen des neu angestrichenen Turms. Auch die Uhr glänzt so schön. Das liegt daran, dass man der Uhr im Zuge der Renovierungen mal richtige Metallziffernblätter spendiert hat. Vorher war das Ziffernblatt nur aufgemalt und die Farbe verblasst natürlich nach und nach. Nun bleiben die Ziffern zeitlos schön. Zwar ist das Gerüst an der Portalseite verschwunden, doch schon wenige Tage später begann bereits der Aufbau des neuen Gerüstes an der Nordseite. Es ist also alles bereit für den nächsten Bauabschnitt, der im März beginnen wird. Dann geht das gewohnte Prozedere noch einmal von vorne los: alte Dichtungsschicht runter, neue wieder drauf, neuer Anstrich – fertig. Wenn alles gut läuft, sollen die Arbeiten bis Ende November abgeschlossen sein.

Lieder über Liebe in St. Josef

Am Freitag war übrigens Valentinstag. Vergessen? Wenn nun der Haussegen schief hängt, erfreuen Sie den Partner doch mit einem kleinen Konzertbesuch. Dafür muss man die Altstadt allerdings verlassen. Denn unter dem Titel „All you need is love“ singen die rund 50 Sängerinnen und Sänger des Chores Ton-Art unter Leitung von David Nethen in der Kirche St. Josef in Kamperlings Lieder, die das Dunkel des Februars erhellen sollen. Die Auswahl der Lieder, die verschiedene Aspekte der Liebe spiegeln, reicht dabei von den Beatles über Sting bis zu Edith Piaf. Das Konzert beginnt am Sonntag um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Prinzessin beim Friseur

Und noch einmal werden wir musikalisch: „Du hast die Haare schön“ singt man ja auch im Karneval mal ganz gerne. Aber was getan werden muss, damit das so ist, darüber machen sich ja besonders die Herren der Schöpfung meist nicht so viele Gedanken. So verzeichnet die Kempener Prinzessin in einer Session 50 bis 60 Friseurbesuche, damit sie bei ihren Bühnenauftritten die Haarpracht sitzt. Daher ist Brigitte I. in diesen Tagen des Öfteren zu Besuch in der Altstadt – nämlich beim Coiffeur Team Lüppertz an der Ecke Raben-/Umstraße. Friseurmeister Torsten Lüppertz macht für die royale Kundin aber hin und wieder Hausbesuche. Denn auch sonntags gibt es Prinzentermine, wenn der Salon ja eigentlich geschlossen ist. Und wenn dann schon mal Prinzentreffen außerhalb der Stadt anstehen, wie neulich in Kalkar, dann müssen Prinzessin und Coiffeur schon frühmorgens raus. Da hat es so ein Prinz in Sachen Haarpracht natürlich leichter – Kappe auf und fertig. Für den Fototermin machte sich Prinz Peter II. dann aber trotzdem auch mit auf den Weg in den Salon.

Karneval voraus

Wo wir gerade beim Karneval sind: An der Otto-Schott-Straße ist der Zeltbau im vollen Gange, auf dem Buttermarkt wird nächste Woche das Festzelt für das närrische Treiben aufgebaut. Am Donnerstag beginnt der Straßenkarneval mit der Altweibersause des Kempener Karnevals-Vereins (KKV) auf dem Buttermarkt. Erste Vorbereitungen waren in der Altstadt am Freitag schon zu sehen. Georgsbrunnen und Martins-Denkmal sind mit Brettern vor dem närrischen Treiben in Sicherheit gebracht worden. Nun muss noch der Wochenmarkt den Jecken weichen. Am Dienstag und Freitag stehen die Stände ausnahmsweise auf dem Burgparkplatz.

Arrivederci Pastamann

Wie man der Stadt-Homepage entnehmen kann, gibt es Veränderungen auf dem Wochenmarkt: Während sich der „Pastamann“ Rezart Tirana vorübergehend abgemeldet habe, bereichere nun der Obsthof Omselshof aus Kerken die Märkte am Dienstag und Freitag, in der Saison hauptsächlich mit Äpfeln, Birnen, Kirschen, Pflaumen und auch Aprikosen aus eigenem Anbau, aber auch verschiedenes Beerenobst und Gemüse von ausgesuchten regionalen Anbauern. Swier Strobos, der Nussmann aus Holland, bleibe dem Markt erhalten und stehe zukünftig im Bereich des Falko, dann auf der Rückseite vom Omselshof.

Buttermarkt im Bild

Und wo wir schon mal auf der Homepage der Stadt sind, schauen wir doch gleich mal, wie es bei der verrutschten Webcam aussieht, die sich „schon mal selbstständig macht“, wie wir in diesem Woche aus dem Rathaus lernten. Wie berichtet, gab es da ein interessantes Standbild der Rathausfassade zu sehen. Nun hat scheinbar jemand den Stecker gezogen und die Kamera neu hochgefahren. Zumindest war mal ein Bild des Buttermarkts zu sehen.