Altstadt-Geflüster : Kempen: Neues vom Altstadt-Flüsterer

Das Heiligenhäuschen an der Peterstraße ist immer noch leer. Der Altstadt-Flüsterer weiß aber jetzt, wo die Mutter Gottes ist. Außerdem geht’s heute darum, wie grausam Fußball sein kann.

Erinnern Sie sich noch an die verschwundene Maria? Das Heiligenhäuschen an der Peterstraße steht leer. Und der Flüsterer fragte sich vor rund zwei Wochen, wohin sich die Gottesmutter denn aufgemacht haben könnte? Licht ins Dunkel bringt da Ute Gremmel-Geuchen. Die Kempenerin ist ja bekanntlich vielseitig engagiert, unter anderem als sachkundige Bürgerin für die CDU im Denkmalausschuss. Die Figuren – im Heiligenhäuschen standen eine sogenannte Mondsichelmadonna und zwei Engel – werden bereits seit Juni im Kramer-Museum aufbewahrt, weil das Heiligenhäuschen von der Stadt Kempen saniert werden musste. Auch die Figuren, die sich im Besitz der Propsteipfarre befinden, sind in einem schlechten, verwitterten Zustand und bräuchten dringend eine Restaurierung. Nun bemüht sich Ute Gremmel-Geuchen um Sponsoren dafür. Einen großen künstlerischen Wert haben die Figuren aus dem 19. Jahrhundert zwar nicht unbedingt. Dafür auf jeden Fall einen hohen ideellen Wert. Das Heiligenhäuschen soll schließlich nicht auf unbestimmt Zeit verwaist bleiben.

Noch ein Madonnen-Problem

Ein ähnliches Thema gibt es übrigens auch mit dem Heiligenhäuschen am Kuhtor. Die Figur der sogenannten Kuhtormadonna befindet sich im Kramer-Museum. Ein Duplikat hatte in dem Häuschen gestanden, befindet sich aber derzeit ebenfalls zur Aufbewahrung im Museum im Kulturforum Franziskanerkloster, weil sie seitens der Stadt restauriert werden soll. Wie beim Heiligenhäuschen an der Peterstraße muss auch am Kuhtor über die Tür nachgedacht werden. Denn bisher sind die Türen nicht dicht genug, Feuchtigkeit dringt ein, was für den Zustand der Figuren nicht gerade förderlich ist. Das soll geändert werden. Anfang nächsten Jahres soll es ein Treffen geben, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Kinder genießen Sylter Tag

Zu einem „Tag nur für Kinder“ hatte Salvatore Strazzanti ins Sylter Eiscafé eingeladen und den Erlös des Tages an das Familienzentrum Kita Unter den Weiden gespendet. Der Zauberer Shirco trat gleich zweimal für den guten Zweck auf und verzichtete auf seine Gage. Shirco bot Kindern und Erwachsenen eine bunte Zaubershow zum Mitmachen. Mit viel Magie und Witz zog er alle in seinen Bann. Die Kinder aus der Kita unterhielten die Zuschauer mit zwei Auftritten, sangen als kleine Bäcker, Nikoläuse und Schneemänner „Die Weihnachtsbäckerei“, „Kling Glöckchen“, „Ich bin ein kleiner Schneemann“ und „Bald ist Nikolausabend da“. Belohnt wurden sie mit lautem Applaus. Der Besuch des Weihnachtsmanns rundete das Programm für die Kinder ab. „Es war ein rundum gelungener Tag mit vielen strahlenden Gesichtern und leuchtenden Kinderaugen. Ein großer Dank an Herrn Strazzanti, der mit großem Herz, Freude und Elan diese Aktion möglich gemacht hat“, so Kindergarten-Leiterin Denise Mackenschins.

Mittagspause mit Schal

Und jetzt wird’s ernst. Es geht um Fußball. Jüngst spielte ja der FC Bayern bei der Borussia aus Mönchengladbach. Vor diesem Spiel waren die Sympathien in der WZ-Redaktion klar verteilt. Kollegin Kerstin Reemen drückt seit Jahrzehnten die Daumen für die Borussia. Tobias Klingens Herz hingegen hängt seit 33 Jahren am FC Bayern. Klar, dass das Spitzenspiel vor zwei Wochen im Borussia-Park eine Wette ausgelöst hatte. Zwischen Reemen und Klingen ging es um ein Mittagessen im Hause „La Piazza“ – und der Wettverlierer solle diese Mahlzeit doch bitteschön „verkleidet“ mit dem Schal des jeweiligen Gegners einnehmen und natürlich auch die Rechnung begleichen. Dem komischen Finger des Gladbacher Torhüters Yann Sommer und dem eher dämlichen Einsteigen von Bayern-Verteidiger Javi Martinez sei Dank, begab sich Tobias Klingen nun samt dem Reemen’schen Borussenschal an den Essenstisch. Eine Mittagspause, die die Kollegin sichtlich genoss. Zumal Klingen mit mürrischem Blick und schwarz-weiß-grünem Schal durchaus Aufmerksamkeit erregte. Erst recht, als WZ-Fotograf Kurt Lübke auftauchte, um dieses Ereignis im Bild festzuhalten. Da schallte es vom Nebentisch doch glatt „Ja, wir schwören Stein und Bein...“. Angesichts der Tatsache, dass die Bayern jüngst wieder in die Erfolgsspur gefunden haben, nahm Klingen es mit Humor: „Mia san mia! Und Ende April gibt’s ein Rückspiel.“ Und vielleicht auch wieder eine Wette...