Altstadt-Geflüster : Post-Gelände: Neubaupläne sind auf dem Weg

Für die Ecke Moorenring/Thomasstraße wurde ein Bauantrag gestellt. Außerdem im Altstadt-Geflüster: Das Weinhaus Straeten bündelt seine Kräfte an der Ecke Hülser Straße/Moorenring.

Gebaut und gebuddelt wird ja derzeit an vielen Ecken und Enden der Altstadt. Und in der nächsten Sitzung des Denkmalausschusses am 30. September geht es um das nächste Großprojekt – allerdings wird es da bis zu einer Realisierung noch einige Jahre dauern. Die Rede ist vom prominenten Eckgrundstück, Moorenring/Thomasstraße, in dem der Standort von Post und Postbank ist. Schon seit 2016 befindet sich die Grefrather Immobilienfirma Fabri & Reuter in Planungen für ein neues Gebäude (die WZ berichtete mehrfach). Nun liegt ein konkreter Bauantrag vor, über den zunächst der Denkmalausschuss berät. Dass es sich dabei nicht um ein Projekt handelt, dass schon in Kürze angepackt wird, macht René Reuter auf Anfrage des Flüsterers deutlich. Schließlich habe die Postbank noch einen Mietvertrag im bestehenden Gebäude bis 2023. Um dann aber für alles gerüstet zu sein, hat Reuter nun den Antrag eingereicht.

23 Wohnungen sind geplant

Die Firma Fabri & Reuter plant für das Eckgrundstück einen dreigeschossigen Gebäudekomplex mit 23 Eigentumswohnungen und einem Dienstleistungs- bzw. Ladenlokal im Erdgeschoss. Dieses soll auch dort sein, wo derzeit der Eingang zur Post-Filiale ist. Da sich das Grundstück im Denkmalbereich der Altstadt befindet, stimmt sich René Reuter seit Jahren eng mit der Stadt ab. So gab es ein Werkstattverfahren mit dem Architekten Kunibert Wachten. Die Politik war also immer einbezogen. Insofern dürfte im Denkmalausschuss nicht viel Gegenwind zu erwarten sein. Mit Blick auf die Planung, dass nur Eigentumswohnungen geplant sind, hatte es 2018 Gegenstimmen der Grünen gegeben. Allerdings geht es ja nun erstmal um die Gestaltung im Bezug auf Denkmalaspekte.

Was wird aus der Post?

Wie es in Kempen mit einem Post- bzw. Postbank-Standort weitergeht, ist erstmal unklar. Fest steht, dass an entsprechender Stelle wieder ein Ladenlokal entstehen wird. Was dann dort entwickelt wird, ist laut René Reuter offen und derzeit auch kein drängendes Thema. Wie der Flüsterer aber aus Kreisen des Rathauses erfuhr, macht sich die Post durchaus Gedanken um einen Standort in Kempen. Denn die derzeitige Lage mit einem mangelhaften Parkplatzangebot wenig Rangier-Fläche für Lkw ist insbesondere mit Blick auf das Paketaufkommen nicht wirklich glücklich. Das weiß ein Jeder, der dort schon mal auf Parkplatzsuche war und anschließend in der Schlange am Paket-Schalter stand.

Straeten: Alles unter einem Dach

Machen wir weiter mit einer prominenten Nachricht aus der Geschäftswelt: Die Filiale des Weinhauses Straeten am Studentenacker 17 wird zum 31. Januar 2020 geschlossen. Diese Bestätigung bekam der Flüsterer in diesen Tagen aus dem Geschäft von Claudia Straeten. Damit ist die inzwischen 144-jährige Geschichte des Weinhauses aber keineswegs zu Ende. Im Gegenteil: Sie soll erfolgreich weitergehen, heißt es aus dem Hause Straeten – und zwar im Stammhaus an der Hülser Straße 1. Dort, wo derzeit Firmensitz, Lagerverkauf und exquisiter Gewölbekeller für Weinproben und sonstige Events ist, soll es ab 1. Februar einen Verkaufsraum geben. Der derzeitige Lagerverkauf werde zum Geschäftslokal umgebaut. Gegenüber davon werde es dann weiterhin Räume für einen Lagerverkauf geben – sogar mit mehr Platz. Nach Angaben von Straeten werden die Kempener Standorte zusammengezogen, weil dies vor allem für die Kunden Vorteile bringt. Während derzeit so mancher seine Kiste Wein durch die Altstadt zum nächsten Parkplatz schleppen müsse, setzt Straeten künftig auf den großen und modernen Parkplatz am Viehmarkt – direkt gegenüber vom Eckhaus, Hülser Straße/Moorenring. Ebenso gebe es Parkplätze auf dem eigenen Hof. Das Ladenlokal am Studentenacker soll vermietet werden.

Schlangen-Freunde in Kempen

Eine Kobra in Herne, ein Python in Willich – aufsehenerregende Reptilien waren in den vergangene Wochen medial sehr präsent. Nun gibt es viele Menschen, die die exotischen Tiere halten. Und diese sind auch organisiert. Zum Beispiel in der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) Die Regionalgruppe Mönchengladbach/Krefeld und Umgebung lädt nun zur Jahrestagung, die vom 25. bis 29. September im Kempener Kolpinghaus stattfinden wird. Rund 120 Experten für Amphibien und Reptilien, Halter und weitere Interessierte aus ganz Deutschland und darüber hinaus werden dann in Kempen zu Gast sein. „Wir erwarten zu unserer Tagung im Kolpinghaus wie immer eine große Zahl engagierter nationaler und internationaler Fachleute, die ein hochkarätiges Vortrags- und Fortbildungsprogramm zu Amphibien und Reptilien anbieten“, so Dr. Daniel Schön, DGHT-Vizepräsident und Tagungskoordinator. Der Donnerstag widmet sich der Wissenschaft, am Freitag und Samstag werden Reiseberichte und terrarienkundliche Vorträge geboten. „Als Rahmenprogramm bieten wir unter anderem einen Science-Slam am Freitagabend, einen Fotografie-Workshop sowie eine Fotoausstellung an“, erklärt Schön. Interessierte Besucher sind willkommen. Gäste, die das Angebot nutzen möchten, müssen dafür lediglich eine Tagungspauschale von zehn Euro zahlen. Für DGHT-Mitglieder ist der Eintritt frei. Weitere Informationen zur Gemeinschaft und zum Termin:

dght.de/jahrestagung

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