Kempen/ Nettetal: „25 Prozent weniger ist übertrieben“

Kempen/ Nettetal: „25 Prozent weniger ist übertrieben“

Zum Saisonende ziehen die Bauern Bilanz.

Kempen/ Nettetal. 2010 gab es ein Viertel weniger Spargel als in der vergangenen Saison - das sagt die Landwirtschaftskammer NRW. Passend zum Ende der Spargelzeit am Donnerstag hat die WZ bei den örtlichen Bauern nachgefragt, wie bei ihnen die Ernte gelaufen ist.

"Natürlich hatten wir durch das schlechte Wetter weniger Ertrag als in anderen Jahren", sagt Karl Goetzens vom Hof Goetzens in St. Hubert, Escheln 3. Aber, die Menge habe gepasst und man sei zufrieden auf dem Spargelhof. Anni Goetzens: "Es ist ganz gut gelaufen."

Ein ähnliches Resümee zieht Uta Kölkes vom Kölkes-Hof, Voesch 17: "Einbußen von 25 Prozent halte ich für übertrieben. Wir haben zwar später angefangen und es gab nicht Spargel satt, aber es war doch ein normales Jahr."

In Kaldenkirchen beim Hof-Café Altenhof der Familie Gotzen, Am Altenhof 22, ist man ebenfalls zufrieden. Luise Gotzen: "Mengenmäßig hatten wir zwar auch rund 20Prozent weniger, aber das konnten wir durch die Preise ausgleichen. Wir ziehen ein absolut positives Fazit."

Negativ fällt das Ergebnis bei Reiner Hermans in Lobberich, Dyck 32, aus. "Spargel ist ein Frühlingsgemüse und der Frühling ist dieses Jahr ausgeblieben", sagt der Bauer. Zwar wäre der Preis stabil gewesen, aber es hätte die Menge gefehlt. Hermans: "Beim Verbraucher fehlte die Kauflust und dadurch haben wir bestimmt an die 25 bis 30 Prozent Einbuße. Aber abgerechnet wird erst zum Schluss."