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Kempen: Nach Insolvenzverfahren ist die Zukunft des te Neues-Verlags geklärt

Insolvenzverfahren : Der Weltbild-Verlag übernimmt die Kempener Marke te Neues

Nach Insolvenzverfahren ist die Zukunft des te Neues-Verlags geklärt.

(tkl) Im Laufe des Jahres war das renommierte Kempener Verlagshaus te Neues in wirtschaftliche Turbulenzen geraten. Im Juni machte das Unternehmen den Gang ins Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Nun herrscht Klarheit über die Zukunft des Unternehmens. Wie eine beauftragte PR-Agentur mitteilt, wird die Marke te Neues vom bekannten Weltbild-Verlag übernommen. Diese Übernahme sei zum 1. Oktober vollzogen worden. Somit sei ein Sanierungsprozess erfolgreich abgeschlossen worden.

„Die Weltbild-Gruppe übernimmt das Bildband- und Corporate Publishing-Geschäft von te Neues inklusive der Rechte und Lizenzen, außerdem die Redaktion, den Vertrieb sowie die beiden internationalen te Neues-Tochtergesellschaften in London und New York“, heißt es in der Pressemitteilung. „Wir freuen uns, mit der Weltbild-Gruppe einen Investor gefunden zu haben, mit dem wir ein nachhaltiges Wachstum von te Neues im Verlagsgeschäft fortsetzen können“, sagt Uwe Kießling, Geschäftsführer. Weltbild sei „der ideale strategische Partner, unter anderem aufgrund der hohen Synergiepotenziale bei Fertigung und Vertrieb”.

Durch den Einstieg der Weltbild Gruppe behalte zudem die Mehrzahl der Mitarbeiter im In- und Ausland ihren Arbeitsplatz. „Die Arbeitnehmer, die nicht übernommen werden können, wechseln in eine Transfergesellschaft, die maßgeblich durch die Weltbild-Gruppe finanziert wird.“ Am Standort Kempen hatte die Firma zuletzt 35 Mitarbeiter.

Die Firma te Neues ist ein international tätiger Verlag für Corporate Publishing-Bücher sowie hochwertige Bildbände für den Handel. Programmschwerpunkte sind Fotografie, Design, Kunst und Automobil. Namenhafte Unternehmen wie BMW, Mercedes-Benz, Porsche, Ferrari, Cartier, Rimowa und Rolex sind Partner des Kempener Unternehmens. Bis Herbst vergangenen Jahres wurde die Firma noch von Hendrik te Neues geführt, der dann plötzlich gestorben ist.

Andere Unternehmen, die mit dem Namen te Neues verbunden sind, waren nicht vom Insolvenzverfahren betroffen. So zum Beispiel die te Neues Druckereigesellschaft, Mülhauser Straße 157. Oder die te Neues Calendars & Stationery GmbH & Co. KG, die seit 2019 die Kalender-Sparte von Grefrath aus betreibt. Das Unternehmen gehört zur Neumann-Wolff Gruppe aus Kiel und hat seinen Sitz im ehemaligen Johnson-Controls-Verwaltungsgebäude.