Begeisterndes Konzert in Kempen Kammerchor Libera Voce sucht Tenöre

Kempen · Mit einem besonderen Programm begeisterte der Kammerchor Libera Voce das Publikum in der Paterskirche. Das Repertoire ist breit gefächert, weitere Sängerinnen und Sänger sind willkommen.

 Sehr gut besucht war die Paterskirche beim jüngsten Konzert des Kammerchors Libera Voce aus Kempen.

Sehr gut besucht war die Paterskirche beim jüngsten Konzert des Kammerchors Libera Voce aus Kempen.

Foto: Ingo Ludwig

(biro) Hinter dem Kammerchor Libera Voce liegt ein erfolgreiches Konzert. In der Paterskirche präsentierte das Kempener Vokalensemble unter der Leitung von Heinz Klaus ein besonderes Programm unter dem Motto „Across the bridge of hope“, auch der Titel des ersten Chorstücks. Ausgehend von einem Gedicht eines zwölfjährigen Jungen aus Nordirland, der darin die Hoffnung auf Frieden beschrieb und kurz darauf, im August 1998, bei einem Bombenattentat ums Leben kam, vertonte der schwedische Komponist Jan Sandström den Text. „Brücken der Hoffnung“ schlug der Chor durch Lieder vieler unterschiedlicher Komponisten, bis hin zu „Drömmarna“ (Träume“) von Jean Sibelius.

Viele Besucher waren der Einladung des städtischen Kulturamts gefolgt, deutlich mehr, als der Chor selbst zunächst erwartet hatte. Entsprechend dicht waren die Reihen in der Paterskirche besetzt. Erst nach drei Zugaben ließ das Publikum den Kammerchor schließlich gehen.

Für den Chor, der 2012 als Kammerchor der Chorakademie Niederrhein gegründet wurde und seit 2016 als Kammerchor Libera Voce einen eigenständigen Verein bildet, ein toller Ansporn. Rund 25 Sängerinnen und Sänger gehören dem Ensemble derzeit an. Doch weitere Mitglieder sind willkommen, „insbesondere suchen wir, wie so viele Chöre, händeringend Tenöre“, sagt der Vorsitzende Michael Rumphorst. Drei neue Sängerinnen seien hinzugekommen, „wir bewegen uns langsam in Richtung 30 Mitglieder“.

Was für Sängerinnen und Sänger reizvoll sein dürfte: die Mischung. Das Ensemble widmet sich der Chorliteratur verschiedenster Epochen, setzt auf geistliche wie weltliche Musik. So entwickelt sich ein breit gefächertes Repertoire; die Liste der bislang zur Aufführung gebrachten Stücke ist entsprechend lang und sehr abwechslungsreich. Seit 2022 leitet Heinz Klaus den Chor. Er war bis 2010 Chordirektor und Kapellmeister an den Städtischen Bühnen Krefeld/Mönchengladbach.

Wer sich für den Chor interessiert und überlegt, dort mitzusingen, kann eine Probe besuchen. Die Sängerinnen und Sänger treffen sich immer montags um 19.45 Uhr in der Aula des Gymnasiums Thomaeum, Am Gymnasium 4 in Kempen. Gesucht werden übrigens Sängerinnen und Sänger in jedem Alter. Er sei nun selbst einer der Älteren, bekennt Rumphorst, doch es sei jedes Alter vertreten, „Nachwuchs“ gern gesehen. Wer „zum Schnuppern“ zur Probe kommen möchte, wird gebeten, sich vorab an den Chor zu wenden per E-Mail unter [email protected].

(biro)
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