Kempen : Kempen im Wandel der Zeit

Am Donnerstag wird eine Ausstellung der Projektgruppe „Fotoarchiv“ eröffnet. Bereits seit zwölf Jahren werden alte Aufnahmen gesichtet.

Kempen. In Kempen tut sich so einiges. An vielen Ecken der Altstadt wird gebaut. Diese Entwicklung zeigt auch der neue Kalender der Projektgruppe „Fotoarchiv“ der Freiwilligenagentur Kempen. Die „Bildsches-Kieker“ Karl-Heinz Hermans, Edith Heyer, Josef Lamozik, Wilhelm Spee und Claudia Stox, die sich einmal die Woche treffen und alte Bilder von Kempen sichten und archivieren, konnten nun gleich drei Projekte vorstellen.

Ab Donnerstag und dann bis zum 7. Februar wird die Ausstellung „Kempen im Wandel der Zeit 5“ im Kempener Rathaus zu sehen sein. Außerdem ist ein Fotobuch mit alten Aufnahmen aus der ersten und zweiten Ausstellung zu erstehen.

Für den Ersten Beigeordneten der Stadt, Hans Ferber, ist die Gruppe ein Erfolgsmodell. „Manchmal wundert es mich, dass es noch so viele interessante Fotos gibt“, so Ferber. Aber der Vorrat im Archiv ist so groß, dass die nächsten Ausstellungen gesichert sind. Rund 65 Bilder werden im Durchschnitt pro Ausstellung gezeigt.

Seit 2005 trifft sich die Gruppe und nimmt die alten Fotos unter die Lupe. Auch in den Seniorenheimen werden Ausstellungen angeboten. Hedwig Stirken von der Freiwilligenagentur freut sich, dass der Erlös der Verkäufe in gute Zwecke fließt. Diesmal ist es für das Projekt Patenkinder der Freiwilligenagentur.

Die „Bildsches-Kieker“ sind mittlerweile eine feste Institution. „Ich freu mich richtig auf den Donnerstag“, so Wilhelm Spee. Es sei nach wie vor eine spannende Arbeit, viele Ecken immer wieder neu zu entdecken, sagt Karl-Heinz Hermans. Man sei dankbar für alle Bilder, die der Gruppe zugetragen werden und so für die Nachwelt erhalten bleiben — und auch der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Neben den alten Fotos spielen in dem Kalender für 2018 auch viele Neuigkeiten eine Rolle. So hatte Josef Lamozik ein Foto von der alten Metzgerei Horten an der Ecke Peterstraße/Hessenwall und wartete gespannt darauf, dass die Pflasterarbeiten fertig werden, damit er ein Bild vom Neubau in der gleichen Perspektive schießen konnte. Und an anderer Stelle kann man die Fortsetzung schon erahnen. Denn auf der Kalenderseite von der Ecke Ellenstraße/Hessenwall ist das alte Heitzer-Haus noch zu sehen. „Es ist mittlerweile die vierte Umwandlung in meiner Zeit“, so Karl-Heinz Hermans.

Auch die WZ ist im Kalender auf dem Bild von Moosgasse und Acker verewigt. Die alte Königsburg am Donkring ist in dem Kalender ebenso zu finden wie die Judenstraße, Burgstraße, Klosterhof und vieles mehr.