Kempen hat jetzt eine App

Kempen hat jetzt eine App

Eine Anwendung für das iPhone informiert über die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Auch Gaststätten und Veranstaltungen kann man damit finden.

Kempen. „Ich glaube, man wird uns um diese Applikation beneiden“, sagte Bürgermeister Volker Rübo am Mittwoch im Rathaus. Da wurde die neue Kempen-App vorgestellt. Und die hat einiges zu bieten: Der mobile Führer für iPhones zeigt die Sehenswürdigkeiten des Altstadtrundgangs mit Audio-Tour.

Auf einer Karte kann sich der Benutzer seinen Standort anzeigen lassen und sehen, wo die nächsten Sehenswürdigkeiten zu finden sind. Aber auch Gaststätten können mit der App gesucht werden, sortiert nach Cafés und Bars, Restaurants und Kneipen.

Das Programm zeigt Telefonnummern und Öffnungszeiten an und leitet einen, falls vorhanden, auf die Homepage der jeweiligen Gaststätte. Auch Hotels und Parkplätze können gesucht werden. Der Menüpunkt „Kino“ zeigt das Programm der Kempener Lichtspiele und leitet ebenfalls auf die Seite des Kinos weiter.

Entwickelt wurde das Programm vom IT-Spezialisten Divya van Mahajan. Acht Monate lang hat er neben seinem Job daran gearbeitet. Die Idee kam aber seiner Frau Marianne, aus dem eigenen Bedarf heraus: Vor einigen Jahren nahm van Mahajan einen Job bei Philips in Eindhoven an. Da er aber nicht in den Niederlanden leben wollte, zog die Familie von Bayern an den Niederrhein. Und lernte Kempen erst kennen.

Um eines werden andere Städte Kempen sicher beneiden: Es musste nichts für die Anwendung bezahlen. „Divya van Mahajan klopfte einfach an unserer Tür und fragte, ob wir Interesse an einer App für Kempen haben“, erzählt Ralph Braun, Internetbeauftragter der Stadt. „Aber ich wusste: Das können wir nie bezahlen. Und Steuern wollten wir dafür auch nicht aufwänden.“

Doch um Geld ging es van Mahajan nicht: Er wollte eine Kooperation mit der Stadt, um seine Anwendung zu ergänzen und bekannt zu machen. Und bei der Verwaltung war man direkt begeistert: „Wir versuchen schließlich, Touristen nach Kempen zu holen. Und so können sich Besucher schon vorab über die Stadt informieren“, sagt Rübo.

Nun kann man auch aktuelle Veranstaltungen in Kempen abrufen. Diese werden direkt von der Homepage der Stadt abgelesen und sind auch mit dieser verlinkt. Auf den Informationstafeln des Altstadtrundgangs werden zudem in der nächsten Zeit sogenannte QR-Codes angebracht (ähnlich dem QR-Code im Kasten).

Diese können mit einer entsprechenden Funktion auf dem Handy gescannt werden und leiten den Benutzer weiter zur Kempen-App. Die Rechte an der Applikation behält aber van Mahajan, auch der Kaufpreis von einmalig 1,59 Euro geht zum größten Teil an ihn.

Derzeit ist die Anwendung nur für Apple-Geräte verfügbar, an einem entsprechenden Programm für Android-Handys (u.a. Samsung) wird noch gearbeitet. „Nun wollen wir die App erst einmal für das iPhone rund machen“, sagt Braun. Schließlich soll die aktuelle Version noch verbessert und erweitert werden.

„Die Veranstaltungshinweise sollen in Unterkategorien sortiert werden können“, sagt Braun. Außerdem denke man darüber nach, dass Angebot in andere Sprachen zu übersetzen und so zu erweitern, dass auch nach Geschäften gesucht werden kann.

Mehr von Westdeutsche Zeitung