Essen angebrannt Kempener Feuerwehr rettet eine Person aus verrauchter Wohnung

Kempen · Ein Rauchmelder rief die Einsatzkräfte auf den Plan, als Essen in der Küche anbrannte.

Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Polizei und des Rettungsdienstes waren im Einsatz.

Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Polizei und des Rettungsdienstes waren im Einsatz.

Foto: Feuerwehr Kempen

Die Freiwillige Feuerwehr Kempen hat am Freitagmittag eine Person aus einer verrauchten Wohnung gerettet. Wie die Feuerwehr mitteilte, wurde der Löschzug Kempen um 13.40 Uhr zu einem Mehrfamilienhaus an der Eichendorffstraße alarmiert, weil ein Rauchmelder ausgelöst hatte. Als die Einsatzkräfte eintrafen, stellten sie fest, dass die betroffene Wohnung verraucht war, und befragten im Zuge der Erkundung die Nachbarn. Diese erzählten, dass sich eine ältere Person im Rollstuhl in der Wohnung befinden könnte, daraufhin wurden mit dem Stichwort „Wohnungsbrand“ weitere Kräfte hinzugerufen.

Broschüre mit Tipps
zum Brandschutz

Die Feuerwehr öffnete die Wohnungstür und konnte die Person im Rollstuhl schnell antreffen, aus der Wohnung geleiten und an die Besatzung des Rettungswagens übergeben. Als Ursache für die Verrauchung der Wohnung machten die Einsatzkräfte angebranntes Essen in der Küche aus. Daraufhin wurden die Räume belüftet, die Feuerwehr konnte wieder einrücken. An dem Einsatz waren der Löschzug Kempen, die Löschgruppe Unterweiden, Polizei und Rettungsdienst beteiligt.

Immer wieder weist die Feuerwehr darauf hin, wie wichtig Rauchmelder sind. Seit 2016 sind die Geräte in Wohnungen Pflicht. Sie müssen in allen Schlafräumen und Kinderzimmern angebracht werden sowie in allen Fluren von Wohnung oder Haus, über die Rettungswege ins Treppenhaus oder ins Freie führen. Die Rauchmelder sind lebenswichtig, insbesondere dann, wenn man schläft. Denn so lange man wach ist, ist der Geruch von Brandrauch meist schnell wahrzunehmen. Doch in der Nacht schläft auch der Geruchssinn, nicht aber das Gehör: Der Rauchmelder piepst schrill, der Schlafende wird wach.

Senioren sind im Brandfall besonders gefährdet, darauf weist die Initiative „Rauchmelder retten Leben“ hin. Mobilität, Sinneswahrnehmungen und Reaktionsfähigkeit nehmen mit zunehmenden Alter ab, damit sinkt auch die Fähigkeit, sich selbst zu retten. Zudem sind in vielen Seniorenhaushalten veraltete Elektrogeräte im Einsatz, „dabei beruht laut Statistik jeder vierte Wohnungsbrand auf einem elektrischen Defekt“, warnt die Initiative.

Sie hat deshalb eine Broschüre herausgebracht, die Tipps für den Brandschutz in Seniorenhaushalten gibt. Unter anderem wird auf die Möglichkeit verwiesen, bei nachlassender Hörfähigkeit Rauchmelder mit zusätzlichem Lichtsignal und Vibration zu installieren. Hinweise, Fluchtwege wie Flure nicht mit sperrigen Gegenständen vollzustellen und für den Notfall die Schlüssel zur Haustür griffbereit zu halten, sind dabei nicht nur für Senioren nützlich. Die Broschüre ist kostenfrei zum Download erhältlich im Internet unter www.rauchmelder-lebensretter.de.

(biro)
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