Kölsche Tön in Kempen Ein Hauch von Karneval beim Gardesommer am Fuße der Burg

Kempen · Ihren 44. Geburtstag feierte die Kempener Prinzengarde am Samstag ausgiebig mit Freunden, Tanz und Musik. Um den karnevalistischen Nachwuchs muss man sich in der Thomasstadt keine Sorgen machen.

 Der 1. Vorsitzende Peter van der Bloemen und sein „Vize“ Simon Hoffmanns (re.) stellten „Gardi“, das neue Maskottchen der Prinzengarde, vor.

Der 1. Vorsitzende Peter van der Bloemen und sein „Vize“ Simon Hoffmanns (re.) stellten „Gardi“, das neue Maskottchen der Prinzengarde, vor.

Foto: Norbert Prümen

(hgs/lus) Der Wind und die Temperaturen erinnerten am Samstag auf dem Burgparkplatz mehr an Herbst als an Sommer. Das tat der Stimmung bei der Premiere des Gardesommers der Prinzengarde Kempen aber keinen Abbruch. Rund 500 Besucher kamen zwischen 14 und 22 Uhr. Sie erlebten einen stimmungsvollen Tag mit einem Hauch von Karneval. Anlass war der 44. Geburtstag der Garde, der wegen Corona vor zwei Jahren ausgefallen war.

Die Kapelle De Mootwörm aus Venlo eröffnete den musikalischen Nachmittag. Schon früh füllte sich der Burgparkplatz. Denn der karnevalistische Nachwuchs der Thomasstadt stand zunächst im Mittelpunkt. Die Auftritte der Stadtgarde, der Narrenzunft und der Garde-Pänz zeigten, dass sich Kempen um den Nachwuchs für die fünfte Jahreszeit keine Sorgen machen muss. Mit den „Pänz“ zog auch Bürgermeister Christoph Dellmans (parteilos) auf die Bühne, der Gardist und Ehrenleutnant der Prinzengarde ist. Er stimmte das Geburtstagsständchen an. Mit dem Wunsch von Garde-Chef Peter van der Bloemen, er könne der Garde ja die Burg schenken, die dann Prinzenburg heißen wird, konnte er sich nicht anfreunden: „Da gibt es noch viel zu tun. Mal sehen, was wir aus der Burg machen können.“ Er gratulierte der Garde zu diesem stolzen Geburtstag: „Egal ob Schützen, der Karneval oder der Heimatverein, alle, die für das Brauchtum da sind, sind ganz wichtig für unsere Gesellschaft und das Miteinander.“

Reichlich kölsche Tön gab es ab dem frühen Abend. Dafür sorgte zunächst die Live-Band Schmitz Marie, die mit Liedern von Brings, LSE, Kasalla oder Cat Ballou nicht nur die Freunde des Karnevals begeisterten. Anschließend heizte die Live-Band Kamelle Kapelle die Stimmung mit Karnevalsmusik, Hits der Neuen Deutschen Welle sowie mit Schlagern an. „Gespielt wird alles, nur Spaß muss es machen“, lautet das Motto der Truppe aus der Eifel. Für die Organisatoren der Prinzengarde war der Auftritt von der ersten Sekunde an ein Glücksgriff. Bei Udo-Jürgens-Hits wie „Aber bitte mit Sahne!“ oder Drafi Deutschers Uralt-Schlager „Marmor, Stein und Eisen bricht“ geriet das Publikum so richtig in Bewegung.

„Wir hätten uns mehr Besucher gewünscht. Aber in der Umgebung waren ja einige Feste. Fürs erste Mal sind wir aber zufrieden. Wir wollten die Bürger zu unserem Geburtstag einladen und mit ihnen feiern“, sagte Garde-Chef Peter van der Bloemen. Die Prinzengarde bewies beim Gardesommer ihren Zusammenhalt. Alle Gardisten und Mariechen sowie einige der Ehrenleutnant-Riege stemmte die Veranstaltung. Zum Abschluss kamen alle auf die Bühne und stimmten das Gardelied an. Das sorgte für Gänsehaut pur.

(lus)