Fridays For Future : Kempen: Der Klima-Protest geht weiter

„Fridays for Future“-Organisatoren fordern dieses Mal auch explizit Erwachsene auf mitzumachen.

Am Freitag findet ein dritter weltweiter Klimastreik statt. Für den 20. September wird auch in Kempen wieder dazu aufgerufen, an einer „Fridays for Future“-Demonstration teilzunehmen. Dazu werden nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern ausdrücklich auch Erwachsene aufgefordert. Durch die Initiative „Parents for Future“ haben sich in der Vergangenheit auch Eltern und Großeltern für „Fridays for Future“ engagiert. Diesmal werden explizit Berufstätige aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen, und Vorgesetzte gebeten, ihren Mitarbeitern freizugeben. Das teilt das Organisationsteam der Demonstration in Kempen mit.

Trotzdem seien wie immer auch die Schulen eingeladen, sich aktiv an dem Streik zu beteiligen. Auch die evangelische Kirchengemeinde Kempen unterstützt diese Bewegung und ruft zur Unterstützung auf: „Wir bitten die Mitglieder unserer Kirchengemeinde, ihr Engagement für Klimagerechtigkeit sowohl im persönlichen als auch im kirchlichen und gesellschaftlichen Leben deutlich zu verstärken“, heißt es in einer E-Mail, die Pfarrer Michael Gallach versendet hat.

Politikwissenschaftler
Klaus-Peter Hufer wird sprechen

Zum Ablauf: Die Demonstration wird um 11.30 Uhr an der Haltestelle „Am Gymnasium“ auf dem Altstadtring beginnen. Anschließend führt der Demonstrationszug unter musikalischer Begleitung um den Ring und durch die Innenstadt. Auf dem Burgplatz findet die Abschlusskundgebung statt. Unter den Rednern wird auch der Kempener Politikwissenschaftler Klaus-Peter Hufer sein. Eine Live-Band soll am Freitag ebenfalls auftreten. „Bunte Plakate sind bei der Demonstration ausdrücklich erwünscht“, so die Organisatoren.

Beim letzten globalen Klimastreik am 24. Mai waren in Kempen 500 bis 600 Demonstranten unterwegs. So die Angabe von Maria Weihrauch-Disselkamp. Sie ist eine der Organisatoren der „Fridays for Future”-Demonstration in Kempen. Auch dieses Mal wird wieder auf große Beteiligung gehofft.

Organisiert wird das Projekt in Kempen von einer Gruppe von Jugendlichen, von denen viele gerade die Schule abgeschlossen haben und Erwachsenen. Dort arbeiten ältere und jüngere Aktivisten zusammen und unterstützen sich gegenseitig. „Es gibt ein gutes Teamwork“, sagt Weihrauch-Disselkamp. Es finden aber nicht nur die globalen Klimastreiks in Kempen Unterstützung. Ein teilweise anderes Organisationsteam stellt auch das monatliche „Rudelradeln“ auf die Beine. Dabei handelt es sich um eine Fahrraddemonstration.

Immer am letzten Freitag des Monats treffen sich Aktivisten um 18 Uhr zur „critical mass“, also als „kritische Masse“, am Buttermarkt in Kempen. Von dort fahren sie mit dem Fahrrad durch Kempen und bis nach St. Hubert. Dabei werden sie von der Polizei begleitet. Beim letzten Treffen waren um die 50 Teilnehmer aller Altersklassen dabei, berichtet Maria Weihrauch-Disselkamp. „Manchmal treffen sich einige der Demonstranten spontan eine Stunde vor dem Radfahren zu einer Mahnwache am Buttermarkt“, sagt die Aktivistin.