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Kempen: Das Ehepaar Poeten schließt die Gaststätte an der Königsstraße – ein Nachfolger soll aber in Sicht sein

Kendel-Geflüster : Corona-Krise besiegelt das Aus der St. Huberter Poststuben

Das Ehepaar Poeten schließt die Gaststätte an der Königsstraße – ein Nachfolger soll aber in Sicht sein.

Eine schlechte Nachricht hat der Kendel-Flüsterer heute direkt zu Anfang: Am Freitag schließt die Gaststätte Poststuben, Königsstraße 14. Das Lokal verdient den Titel Traditionsgaststätte. War sie und ihre Kegelbahn doch bislang Anlaufpunkt für viele Vereine und Veranstaltungen. Die Noch-Pächter Uwe und Gabriele Poeten haben im April 2013 die Gaststätte übernommen. Davor war sie in der Hand von Hubert und Annemarie Zens, wenn man vom kurzen Intermezzo von Gabriele Rösel absieht, die nach einem Jahr (2011 bis 2012) das Handtuch warf. Eigentlich hatte Zens 2011 nach 35 Jahren aufhören wollen und deshalb an Rösel übergeben. Aber bis er in Poeten einen neuen Pächter gefunden hatte, sprang er noch einmal ein. Damals wohnte das Ehepaar Poeten noch in Weeze, zog aber in die Wohnung über dem Lokal. Jetzt heißt es wieder umziehen. „Aber wir bleiben in St. Hubert“, sagt Gabriele Poeten.

Geht’s am 1. September weiter?

Als Grund für die Aufgabe nennt Gabriele Poeten unter anderem die Corona-Krise: „Das hat uns letztlich das Genick gebrochen. Als wir geschlossen hatten, gab es zwar Zuschüsse, aber auch nach der Öffnung kommen viele nicht wieder und auch fest eingeplante Veranstaltungen finden nicht mehr statt.“ Auch für die sieben Aushilfskräfte sei nun erstmal Schluss. Ihr Mann, gelernter Koch, werde in seinem Beruf weiter arbeiten. Sie selbst, so Poeten, sei sowieso in Vollzeit anderweitig beschäftigt. Vom Eigentümer der Gaststätte, einem Kempener Steuerberaterbüro, weiß Poeten, dass es an der Königsstraße 14 ab dem 1.September weitergehen soll. Poeten: „Das sollten wir den Kegelvereinen weitersagen.“ Wer neuer Pächter wird und welches Konzept geplant ist, soll aber noch nicht verraten werden. Der Flüsterer bleibt dran...

Großes Interesse an Debatte

Das Interesse an Kommunal- und Bürgermeisterwahlen in Kempen ist in diesem Jahr immens. Und so ist es auch keine Überraschung, dass die Podiumsdiskussion, die vom St. Huberter Werbering und vom Heimatverein veranstaltet wird, bereits ausgebucht ist. Binnen weniger Minuten waren die kostenlosen Tickets bei der Ausgabe in der Volksbank vergriffen. Letztlich werden rund 150 Besucher am Donnerstag, 20. August, im Forum dabei sein. Die vier Kandidaten Georg Alsdorf (Freie Wähler), Christoph Dellmans (parteilos und von SPD und Grünen aufgestellt), Cedric Franzes (FDP) und Philipp Kraft (CDU) werden sich ab 19 Uhr den Fragen von Ulrike Gerards (freie Journalistin) und Tobias Klingen (WZ-Redaktionsleiter) stellen. Einlass ist um 18 Uhr. Wegen des großen Interesses arbeiten Werbering und Heimatverein noch an der Lösung, die Debatte im Internet zu übertragen. Da geht es aber noch um technische Abstimmungen mit der Stadt Kempen. Neben den Fragen der Journalisten sollen die Kandidaten auch den Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort stehen. Daher können vorab Fragen aus der Bürgerschaft eingereicht werden, die dann am Ende des Diskussionsabends zum Thema werden können. „Können“ deshalb, weil die Veranstaltung nicht länger als zwei Stunden dauern soll. Wer Fragen an die Kandidaten hat, kann sie gerne per Mail an die WZ-Redaktion schicken:

redaktion.kempen@wz.de