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Kempen: BIKK will Diensträder und dass Kempen "Schwammstadt" wird

Anträge : Initiative fordert Dienst-Räder

Flächen sollen entsiegelt werden, damit Regenwasser besser versickern kann.

. (sk) Für die Ratssitzung am 11. März stellt die Bürgerinitiative Kempen (BIKK) den Antrag, dass die Stadt Kempen an dem  Sonderprogramm „Klimaresilienz in Kommunen“ im Rahmen der Coronahilfe des Landes NRW teilnimmt. Eine Vorbesprechung könne schon zuvor im Umwelt- und Klimausschuss erfolgen. Insbesondere soll nach Vorstellung der BIKK ein umfassendes Regenwasserkonzept erarbeitet, mit einem Förderprogramm „damit jeder auf seinem Grundstück das gesamte Regenwasser versickern lassen kann“. Auch für Gründächer und Fassadenbegrünung solle ein Förderprogramm aufgelegt werden. Flächen sollten entsiegelt und durch Schwammelemente ersetzt werden, beispielsweise Blumenkübel in der Altstadt durch „attraktive Regensammelflächen“. Durch eine neue Stellplatzverordnung sollen Grundstückseigentümer „zu einem Verzicht auf Stellplätze zugunsten von Versickerungsflächen und/oder nicht versiegelten Fahrradabstellanlagen verpflichtet“ werden. Und bei jeder Sanierung von Grundstücken solle das Prinzip Schwammstadt weiter ausgebaut werden, so dass mehr Regenwasser versickern und verdunsten kann. Auch das Gebiet Kempen West solle so entwickelt werden, dass vollständig auf eine Regenwasserkanalisation verzichte werden könne. Die Begründung der BIKK: „Regenwasser muss dort versickern und verdunsten, wo es entsteht/anfällt.“ Angesichts der immer häufiger auftretenden Trockenperioden und Hitzewellen sei es nicht sinnvoll, Wassermassen möglichst schnell aus der Stadt zu befördern. Es gelte daher, die Strategie der „Schwammstadt“ zu stärken.

In einem weitere Antrag schlägt die BIKK eine „Verkehrswende in der Verwaltung“ vor: Für Mitarbeiter sollten Dienstfahrräder als Fahrrad, Pedelec oder S-Pedelec in Form von Lastenrädern mit oder ohne Anhänger angeschafft werden. Dafür könnten einige andere Fahrzeuge abgeschafft werden. Bei der zukünftigen Beschaffung neuer Fahrzeuge solle dann nachgewiesen werden, warum kein Fahrrad ausreicht.