Kempen: Auf gute Nachbarschaft

Kempen: Auf gute Nachbarschaft

Der Bürgerverein ruft zu einem Wettbewerb für ein stärkeres Miteinander auf. Ziel: Es sollen mehr Straßengemeinschaften gebildet werden.

Kempen. Nach dem riesigen Erfolg mit der Einweihung des Hagelkreuz-Kunstwerks auf dem Concordienplatz im Oktober 2008 hat sich der Bürgerverein eine Zeitlang zum Verschnaufen zurückgezogen.

Jetzt, eine Woche vor dem Bürgerfest, wartet der rührige Verein um die Vorsitzende Christiane Czwikla und den Geschäftsführer Bernd Faber mit Ideen auf. Es gibt eine neue Aktion: "Da Straßengemeinschaften gegründet werden sollen, unterstützt unser Bürgerverein die ersten Gemeinschaften mit 100 Euro bei ihrem ersten Straßenfest", berichtet Bernd Faber.

Der Geschäftsführer zu den Hintergründen: "Dieses Wohnviertel gibt es nun schon seit 40 Jahren. Im Laufe der Zeit sind viele Menschen zugezogen. Man kennt nicht mehr alle Nachbarn so gut."

Deshalb heißt das Motto: Miteinander Leben - Miteinander Feiern. "Es sollen sich einfach wieder engere Nachbarschaftsverhältnisse entwickeln", sagt Faber.

Voraussetzung für den Zuschuss zum Feiern ist, dass sich mindestens zehn Familien finden, die auf einer Liste aufgeführt sind. Außerdem muss der Antragsteller Mitglied im Bürgerverein sein.

Ein Aspekt der Gemeinschaften: Man kommuniziert mehr und passt aufeinander auf. Wie in der Nansenstraße und der von-Behring-Straße. Dort ist bereits seit Jahren das Projekt Neighbourhood Watch aus den USA und England erfolgreich aufgegriffen worden. Nachbarn sollen aufmerksam sein und Kriminalität vorbeugen, indem sie zum Beispiel bei Einbruchverdacht die Polizei rufen. "Auch durch eine gute Straßengemeinschaft sollte dieser Schutz gewährleistet sein", sagt Bernd Faber.

Gleich am Samstag von 10 bis 12 Uhr postiert sich der 1998 gegründete Bürgerverein mit aktuell rund 450 Mitgliedern am Edeka-Rennes, Max-Planck-Straße, und sammelt Stimmen. Faber: "Wir wollen schließlich das Ohr ganz nah an unseren Bürgern haben."